Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr – Bundespolizei erwischt zwei Jugendliche und warnt vor Gefahren

#Rheda-Wiedenbrück (ots)

 

Am Freitagabend (5.Februar) um 21:45 Uhr hat ein ICE auf Höhe der Eisenbahnbrücke „Am Frankenbrink“ auf die Gleise gelegte Schottersteine sowie eine Absperrbake aus Kunststoff überfahren. Bei einem außerplanmäßigen Halt im Bahnhof Oelde wurden Schäden an den Laufflächen der ersten Drehgestelle festgestellt. Der ICE konnte seine Fahrt nach Köln zwar fortsetzen, jedoch nur mit einer verminderten Geschwindigkeit von 120 Km/h.

Nachdem die alarmierten Bundespolizisten weitere aufgelegte Schottersteine von den Gleisen entfernten und die Beweisaufnahme abgeschlossen hatten, stellten sie in unmittelbarer Nähe zum Tatort zwei unverschlossene Fahrräder fest. Bei einer Absuche in unmittelbarer Nähe wurden zunächst keine Personen festgestellt. Die Einsatzkräfte behielten die Fahrräder aus sicherer Entfernung im Blick und sichteten nur wenige Minuten später zwei Personen in diesem Bereich. Als diese die herannahende Streife bemerkten, flüchteten sie mit den Fahrrädern in ein nahegelegenes Waldgebiet, wo sie nach etwa 300 Metern gestellt wurden.

Die beiden 14-jährigen Jungen aus Rheda-Wiedenbrück gaben spontan zu, Gegenstände auf die Gleise gelegt zu haben. Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und informierten die Erziehungsberechtigten.

Im Zusammenhang mit diesem Vorfall warnt die Bundespolizei eindringlich: Züge passieren diesen Streckenabschnitt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Km/h, können nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg. Ein elektrisch betriebener Zug ist selbst mit über 200 Km/h für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt.

Neben den Schäden an dem ICE entstanden durch die Streckensperrung von 21:46 – 22:28 Uhr Verspätungszeiten bei acht Zügen von insgesamt 182 Minuten.

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