„Gemeinsam statt Einsam!“: Lottomittel für Begegnungsprojekt für Seniorinnen und Senioren in Jüterbog

Es ist ein Projekt der Teilhabe an einem Ort der Begegnung: In der Begegnungsstätte „Goldener Herbst“ der Volkssolidarität Verbandsbereich Fläming-Elster in Jüterbog bringt ab sofort ein gemeinsamer Mittagstisch, ergänzt um weitere Angebote, Seniorinnen und Senioren mit Menschen anderer Altersgruppen aus dem Kiez zusammen. Das Projekt „Gemeinsam statt Einsam! Essen und Erleben in der Nachbarschaft“ wurde vom Sozialministerium mit rund 16.200 Euro aus Lottomitteln gefördert.

Sozialministerin Ursula Nonnemacher: „Gerade ältere Menschen leiden oft unter einem Mangel an sozialen Kontakten, fühlen sich allein und einsam. Darum sind Angebote wie das der Volkssolidarität so unendlich wertvoll. Es hilft Seniorinnen und Senioren nicht nur, sich wahrgenommen und wertgeschätzt zu fühlen, sondern auch jüngeren Menschen, die von der Lebenserfahrung und Lebensweisheit der Älteren profitieren. Ich freue mich außerordentlich, dass wir ein solches Projekt mit unserer finanziellen Unterstützung ermöglichen können.“

Das Projekt „Gemeinsam statt Einsam! Essen und Erleben in der Nachbarschaft“ startete zugleich mit der Eröffnung der Begegnungsstätte „Goldener Herbst“ am 25. Oktober 2021 im Wohngebiet Fuchsberge in Jüterbog. In dem Quartier leben viele Seniorinnen und Senioren, Familien, zum Teil mit Migrationshintergrund, sowie Alleinstehende. Ziel des Projekts ist es, diese Personengruppen über den gemeinsamen Mittagstisch und weitere Angebote zusammenzubringen und eine generationenübergreifende, nachbarschaftliche Vernetzung zu erreichen. Derzeit finden die meisten Angebote unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln wöchentlich statt. Neben dem Mittagstisch wurde beispielsweise eine Computer- bzw. Internet-Sprechstunde etabliert, die Anfängern den Einstieg in die digitale Welt ebnen soll. Weitere regelmäßige Treffen befinden sich noch in Vorbereitung, darunter Gymnastik, Gedächtnistraining und Yoga. Perspektivisch soll das Projekt um ein gemeinsames Kochen erweitert werden, um auf diese Weise Kompetenz in Sachen gesunder Ernährung zu vermitteln und ein zusätzliches Gemeinschaftserlebnis zu erzeugen.

Landesseniorenbeauftragter Norman Asmus: „Älteren Menschen in Brandenburg eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, ist erklärtes Ziel der Landesregierung und meines Handelns. Denn das ist eine wesentliche Voraussetzung für ein aktives Älterwerden, um lange gesund und fit zu bleiben. Dafür sind soziale Kontakte ausschlaggebend, wie sie über das geförderte Projekt im Wohnquartier ermöglicht werden.“

Ein ähnliches Ziel wie das Projekt „Gemeinsam statt Einsam!“ verfolgt auch der „Pakt für Pflege“, mit dem älteren und pflegedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld ermöglicht werden soll. Herzstück ist dabei die „Pflege vor Ort“, bei der jede Kommune im Land ein eigenes Budget an die Hand bekommt, um von alltagsunterstützenden Angeboten bis hin zum gemeinsamen Mittagessen Aktivitäten in den Gemeinden umzusetzen.

Eine weitere wichtige Einrichtung in diesem Zusammenhang ist die Vernetzungsstelle Seniorenernährung Brandenburg. Ihr Ziel ist es, als Ansprechpartner rund um das Thema Ernährung und Verpflegung eine gesunde Ernährung im Alter zu unterstützen.

Weitere Informationen: www.vernetzungsstelle-brandenburg.de

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