Genilke übergibt Fördermittel an Doberlug Kirchhain

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke hat heute der Stadt Doberlug-Kirchhain zwei Förderbescheide über 524.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ und dem Landesprogramm „Stadtentwicklung im ländlichen Raum“ übergeben. Die Gemeinde will die Mittel unter anderem für die Fortschreibung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und weitere Gebäudesanierungen einsetzen.

 

Rainer Genilke: „Doberlug Kirchhain ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt der Hauptverbindungen Berlin-Dresden und Cottbus-Leipzig im Landkreis Elbe-Elster. Die Stadt verfolgt seit Jahren erfolgreich einen breit angelegten Entwicklungsansatz als Wohn-, Bildungs- und Kulturstandort. Dabei hat es die Doppelstadt geschafft, mit ihrer kultur- und bauhistorischen Bedeutung in die Region zu strahlen. Auf Grund des gut erhaltenen Stadtkerns gehört die Stadt der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen an. Es ist in den vergangenen Jahren hervorragend gelungen, die wertvolle Bausubstanz zu sanieren und mit neuem Leben zu füllen. Genannt sei hier vor allem das Schloss Doberlug als Museum und ein Veranstaltungsort. Wir wollen die Stadt bei der weiteren Stadtsanierung mit Fördermitteln unterstützen.“

 

Zuwendungsbescheid Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“

Mit dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ werden die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung sowie der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadtteil- und Ortszentren, die Profilierung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung von Nutzungsvielfalt unterstützt. Ziel ist die Entwicklung der Zentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur.

Es werden im Programmjahr 2021 500.000 Euro für das Sanierungsgebiet „Doberlug Hauptstraße“ bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Sanierung der Einzeldenkmale Mittelstraße 1 und Hauptstraße 1 eingesetzt werden.

Zuwendungsbescheid Landesprogramm „Stadtentwicklung im ländlichen Raum“

Mit dem Landesprogramm „Stadtentwicklung im ländlichen Raum“ werden die kleinen Städte als „Anker im ländlichen Raum“ unterstützt, die bereits über eine Ausstattung der Grundversorgung, z.B. Sitz der Kommunalverwaltung, Schule der Primarstufe, Angebote für die Jugend- und Altenbetreuung, nahversorgungsrelevanten Einzelhandel und eine Anbindung an den ÖPNV verfügen. Es werden Planungs- und Bauvorhaben besonders in den Stadt- und Ortskernen, kommunale und interkommunale Entwicklungskonzepte aber auch die Sanierung historischer Bausubstanz, die Gestaltung von Straßen und Plätzen und im besonderen Einzelfall auch der Abbruch störender Plattenbauten gefördert.

Für das Landesprogramm stehen 2021 vier Millionen Euro zur Verfügung. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt 20 Prozent. Bei Gebäuden kommen Bauherrenanteile dazu, die je nach Eigentum und Nutzungsart unterschiedlich hoch sind.

 

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bewilligt für die Fortschreibung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 24.000 Euro.

Doberlug Kirchhain hat seit 1991 rund 20 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel aus der Städtebauförderung erhalten. Hinzu kamen 17 Millionen Euro für 407 Wohnungen aus der Wohnraumförderung.

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