Gleichstellungspolitische Sommertour: Nonnemacher und Dörnenburg besuchen frauenpolitische Projekte und Beratungsstellen

Im Rahmen einer Gleichstellungspolitischen Sommertour haben sich Frauenministerin Ursula Nonnemacher und die Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg heute (15. Juli) zu vier frauenpolitischen Projekten und Bratungsstellen in Rathenow (Havelland) und Brandenburg an der Havel informiert.  Im Gepäck hatten sie das frisch gedruckte Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm 2020-2025. Ministerin Ursula Nonnemacher: „Die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu gewährleisten, ist eine der zentralen Herausforderungen für ein zukunftsfähiges und gerechtes Brandenburg. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein. Mir ist wichtig, den Frauen vor Ort Mut zu machen, ihre Probleme zu hören und mir anzuschauen, wie unsere Politik in der Praxis umgesetzt wird.“

Erste Station der Sommertour war das Beratungs- und Krisenzentrum für Frauen in Rathenow. Die vom Unabhängigen Frauenverein e.V. betriebene Einrichtung verfügt über 15 Plätze. Die Mitarbeiterinnen bieten von häuslicher Gewalt bedrohten Frauen und ihren Kindern neben Zuflucht und Schutz auch professionelle Beratung an. Die Auslastung lag im vergangenen Jahr bei 71 Prozent, nahezu 10 Prozentpunkte mehr als 2019. Dank eines Investitionsprogramms der Bundesregierung und einer Kofinanzierung durch das Land Brandenburg kann in Rathenow ein Haus umgebaut werden, das damit über Plätze verfügen und barrierefrei sein wird. Die Maßnahme ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Brandenburg und zur Aufrechterhaltung der Schutzstrukturen.

Bei dem Projekt „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein!“ der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) in Brandenburg an der Havel wurden Nonnemacher und Dörnenburg von der Integrationsbeauftragten des Landes, Doris Lemmermeier, begleitet. Ziel des Projektes ist es, Mütter mit Migrationshintergrund durch eine individuelle Förderung, Qualifizierung und Betreuung erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Um Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung ging es beim Besuch der Beratungsstelle Parduin des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) in Brandenburg an der Havel. Die Einrichtung bietet neben Beratung zu den genannten Themen auch Hilfe auf den Gebieten Familie, Erziehung, Paar- und Lebensberatung, Sexualität und sexuelle Aufklärung an. Gendersensible Bildung ist laut Istanbul-Konvention auch Präventionsarbeit gegen sexualisierte und partnerschaftliche Gewalt.

Am Ende der Tour trafen sich die Ministerin und die Landesbeauftragte mit Vertreterinnen der Studierendeninitiative „Theodora stellt gleich“ an der Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ zum Gespräch. Die Initiative setzt sich für Gleichstellung und Gendergerechtigkeit ein mit einem besonderen Fokus auf gendersensible Medizin und Mediziner*innenausbildung.

Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg: „Wir haben heute eine Bandbreite von Projekten kennengelernt, die alle dazu dienen, Frauen in ihrer selbstbestimmten Lebensplanung und individuellen Entfaltung zu unterstützen und zu stärken. Corona hat die Bedeutung von diesen Projekten und Beratungsstellen noch einmal verdeutlicht. Sie brauchen umso mehr unsere Unterstützung.   Frauenprojekte sind systemrelevant und daher grundlegend für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm 2020-2025 unter dem Motto „Gleichberechtigt Zukunft gestalten“ steht auf der Homepage des MSGIV zum Download bereit: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/service/publikationen/detail/~12-07-2021-gleichberechtigt-zukunft-gestalten-gleichstellungspolitisches-rahmenprogramm-fuer-das-l.

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