Graffiti-Touristen am Ostbahnhof auf frischer Tat gestellt

#Berlin – Friedrichshain-Kreuzberg (ots)

 

Am Montag und Dienstag nahmen Bundespolizisten in zwei Fällen insgesamt drei junge Männer vorläufig fest, die zuvor beim Beschmieren von Bahnanlagen beobachtet wurden. Alle Tatverdächtigen hielten sich zu touristischen Zwecken in der Hauptstadt auf.

Montagmorgen stoppten Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG zunächst einen 30-Jährigen in der Nähe des Berliner Ostbahnhofes. Gegen drei Uhr morgens beobachteten die Bahnmitarbeiter, wie der Mann die Wandfläche einer Bahnanlage nahe dem Ostbahnhof auf einer Gesamtfläche von rund 16 Quadratmetern besprühte. Als der 30-jährige israelische Staatsangehörige sich vom Tatort entfernen wollte, stoppten ihn die Bahnmitarbeiter und übergaben ihn an zwischenzeitlich alarmierte Bundespolizisten.

Dienstagnachmittag beobachteten Bahnmitarbeiter erneut, wie mehrere Personen eine Wand im Osttunnel des Ostbahnhofes mit einem Stift beschmierten. Als die vierköpfige Gruppe die Sicherheitsmitarbeiter entdeckte, flüchteten die Männer vom Bahnhof. Eine Streife der Bundespolizei bemerkte den Vorfall und folgte den Tatverdächtigen fußläufig. Den Beamten gelang es, zwei der vier Männer unweit des Bahnhofes zu stoppen und vorläufig festzunehmen. Eine Videoauswertung bestätigte den Tatverdacht gegen die beiden italienischen Staatsangehörigen im Alter von 19 und 21 Jahren.

In beiden Fällen ermittelt die Bundespolizei aufgrund des Verdachts der Sachbeschädigung.

Im Falle des 30-jährigen israelischen Staatsangehörigen ordnete die Bereitschaftsstaatsanwältin die Erhebung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro zur Deckung zu erwartender Verfahrenskosten an. Der 21-jährige italienische Staatsangehörige entrichtete nach richterlicher Anordnung ebenfalls eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro.

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