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Groß Kreutz – Falsche Polizisten erbeuten hohen Geldbetrag

Groß Kreutz, Schenkenberg – Mittwochabend – Donnerstag, 12. September 2019, 00:30 Uhr – 

Eine 56-jährige Frau meldete sich am Donnerstagmorgen bei der Polizei und teilte mit, dass sie offenbar Opfer eines Trickbetruges geworden sei. Sie habe am Mittwochnachmittag einen Anruf erhalten. Der Anrufer: angeblich die Polizei. Der angebliche Ermittler offerierte ihr, dass Polizisten nach der Festnahme einer „Räuberbande“ eine Diebesliste mit Daten der Frau gefunden hätten. Der Anrufer verwickelte die Frau, durch eine geschickte Gesprächsführung, so in ein über 90-minütiges Telefonat, was darin endete, dass sie wirklich zu glauben schien, dass die Polizei ihre Bargeldbestände sichern wird, um möglichen Geldverlust zu verhindern. Dazu wurde vereinbart, dass sie ihren Bargeldbestand zusammensuchen und zu einer vereinbarten Uhrzeit vor ihre Haustür legen soll. Zivilbeamte würden das Geld dann abholen und sicherstellen. Das tat die Frau dann auch, deponierte ihr gesamtes Bargeld vor die Tür und hoffte das Beste. Als sie gegen 00:30 Uhr noch einmal nachsah, bemerkte sie, dass das Geld abgeholt wurde. Damit nicht genug, erhielt die Frau am Donnerstagvormittag erneut einen Anruf von angeblichen Polizisten. Diese wollten kurz darauf erneut vorbei kommen, um weiteres Geld „zu sichern“ Dazu kam es zum Glück nicht.

Die Polizei rät nun, sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer, einzulassen. Die Polizei fordert Bürger auf niemals am Telefon ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat! …und rufen sie anschließend ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten, oder der im Telefonbuch eingetragenen Telefonnummer an!

 

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

 

·       Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen!

·       Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

·       Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen oder unter Druck setzen!

·       Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

·       Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

·       Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu ausschließlich die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NIEMALS die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf ihrem Display angezeigt wurde! Jedoch: notieren Sie sich die auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

·       Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle.

·       Übergeben Sie Ihr Geld keinesfalls an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind, AUCH NICHT DER POLIZEI!

·       Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie sofort und unbedingt noch vor dem Übergabetermin die Polizei!
Sie erreichen sie unter der Nummer 110

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