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Hausärzte in Not: „37°“-Doku über Praxensterben in Deutschland

Uta Haufe findet keine Nachfolge für ihre Landarztpraxis, Michael Achenbach ist der einzige Kinderarzt in einer Stadt mit über 4000 Kindern, und Matthias Roth kämpft als mobiler Hausarzt gegen den Ärztemangel. Tausende Hausarztpraxen in Deutschland stehen leer, vor allem in ländlichen Gegenden. Die „37°“-Dokumentation „Notfall Hausarzt“ widmet sich am Dienstag, 13. August 2019, 22.15 Uhr, dem Praxensterben in Deutschland. Autorin Frauke Siebold begleitet verzweifelte Patienten, überlastete Ärzte und ratlose Behörden.

Landärztin Uta Haufe (63) möchte ihre Praxis im sächsischen Leuben abgeben, doch sie findet keine Nachfolge. „Die Angst der Patienten ist so groß, dass ich mit einem richtig schlechten Gewissen aufhöre. Ich möchte so gerne für alle eine Lösung finden und kann doch nichts tun.“ „37°“ begleitet die Hausärztin bei ihrer Suche nach einem Nachfolger, doch die Chancen stehen schlecht. Der Medizin-Nachwuchs scheut vor allem das Land und die kleinen Städte, dabei fehlen Hausärzte hier besonders.

In Nordhessen bringt Matthias Roth (47) Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum mit dem Medibus zu den Menschen – ein Pilotprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung. Der Andrang müsste eigentlich riesig sein, doch die Menschen sind skeptisch. Wird sich diese Form der ärztlichen Versorgung langfristig durchsetzen?

Die Praxis von Michael Achenbach (50) ist für die Versorgung von mehr als 4000 Kindern und Jugendlichen im nordrhein-westfälischen Plettenberg zuständig – seine Praxis platzt aus allen Nähten. Und dann fallen in den Nachbarorten noch zwei weitere Kinderärzte weg. Endlich Unterstützung zu bekommen, ist seit Langem das größte Anliegen von Michael Achenbach, der die Politik für die schwierige Situation der Hausärzte in der Verantwortung sieht.

Die „37°“-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.  

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