Holzbau-Forum Ende September in der Biosphäre

Holzbau-Forum Ende September in der Biosphäre

Die Landeshauptstadt Potsdam startet im Sommer in Kooperation mit dem Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg e. V. die „Holzbau-Initiative Potsdam“ und veranstaltet am 29. September in der Biosphäre Potsdam ein öffentliches Holzbau-Forum. „Unser Ziel ist es, einen umsetzungsorientierten Fahrplan mit konkreten Projekten zur Stärkung des Holzbaus in Potsdam aufzustellen. Damit möchte ich nicht nur den Bau von Wohnraum vorantreiben und mit der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs zum Schutz des Klimas beitragen, sondern vor allem auch auf politischer Ebene Anstoß für künftige Holzbauprojekte in Potsdam und Brandenburg geben“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert auf dem Forum Holzbau in Berlin.

Schubert hat in Zusammenarbeit mit der ProPotsdam GmbH Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Produktion, Technik, Planung und Bauherrenschaft zu einem „Labor“ eingeladen, um unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Holzbau zu erörtern, Expertisen auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren und Projektideen für die Umsetzung zu erarbeiten. Die Erkenntnisse sollen als Leitlinien und Projektideen in einem „Memorandum“ zusammengefasst und im September mit der Stadtgesellschaft öffentlich diskutiert werden.

Grundsätzlich sagte Schubert, Kommunen und Städte müssten künftig auf andere Forman als die klassische Betonbauweise setzen. „Ich bin davon überzeugt und halte es für angezeigt, dass die konsequente CO2-Reduktion im Bauwesen – immerhin liegt in diesem Sektor das größte Einsparpotenzial zur Erreichung der Klimaziele – auch ästhetisch zu neuen Ausdrucksformen in Architektur und Städtebau führen wird. Potsdam und Holz – das geht zusammen!“ In einzelnen Vorhaben wie beispielsweise mit dem Holzhaus am Waldpark im Bornstedter Feld wurde das anschaulich gezeigt. „Wir müssen die Städte mit der Perspektive auf ein anderes Morgen entwickeln und nicht allein aus dem Vergangenen heraus. Als Oberbürgermeister einer traditionsbewussten Stadt, deren historisches Erbe ihr Kapital ist und das manch‘ einer durch eine grundlegend andere Baukultur gefährdet sehen könnte, sage ich: Wir müssen neue Wege finden, eine neue Epoche von Architektur und Städtebau einweben. Dabei geht es nicht um die Überformung des Bestehenden. Es geht vielmehr um eine nächste Generation des Städtebaus, dessen Grundlagen nicht mehr die Werte des Klassizismus‘ oder Sozialismus‘ sind, sondern die in einer sozialen, klima- und nachhaltigkeitsbewussten Gesellschaft liegen.“

Der Paradigmenwechsel könne in Potsdam auch dank der Expertise vor Ort gelingen. Vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und das Deutsche GeoforschungsZentrum (GFZ) bis zum „Bauhaus der Erde“ als „Initiative für eine Bauwende“ haben sich wissenschaftlich hoch angesehene Einrichtungen in Potsdam niedergelassen.

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