Hubertus Heil: „Pflege kann attraktiv sein!“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil informiert sich mit der Bundestagskandidatin Sonja Eichwede und Landtagsmitglied Günter Baaske zur Attraktivität der Pflegeberufe in den Kliniken Beelitz.

Die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen als Gesamtpaket ist in der Gesundheitsversorgung besonders wichtig. Der Fachkräftemangel in der Pflege wird allzu oft auf die Vergütung reduziert. Das Beelitzer Krankenhaus hat hier viel getan und vergütet seine Mitarbeiter in der Akutklinik mittlerweile sogar über dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Zusätzlich wurden jedoch unter Einbindung der Arbeitnehmer zahlreiche Bedürfnisse zusätzlich berücksichtigt.

„Wir haben in dieser Legislatur die Bezahlung in der Pflege durch einen höheren Pflegemindestlohn direkt verbessert und dafür gesorgt, dass ab dem 1. September 2022 Versorgungsverträge mit Pflegeeinrichtungen nur noch dann geschlossen werden dürfen, wenn die Pflegeeinrichtung entweder tarifgebunden ist oder die Einrichtung mindestens in Höhe eines Pflege-Tarifvertrags entlohnt. Das war wichtig, denn eines ist klar: Klatschen vom Balkon für die Pflege alleine reicht nicht. Neben der Bezahlung geht es aber auch vor Ort darum, die Arbeitsbedingungen insgesamt attraktiv zu gestalten und Beschäftigte wertzuschätzen. Gute Bezahlung und ein attraktives Arbeitsumfeld, in dem sich Arbeit und Familie vereinbaren lassen, sind ein wirksames Mittel, um Fachkräfte langfristig zu binden“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bei seinem Besuch in den Kliniken Beelitz.

Die Kliniken Beelitz GmbH betreibt am traditionsreichen Gesundheitsstandort Beelitz-Heilstätten die Neurologischen Fachkliniken sowie die renommierte Spezialklinik für Bewegungsstörungen und Parkinson. Das Unternehmen beschäftigt am Standort aktuell über 1.000 MitarbeiterInnen und wächst sehr dynamisch. Der Geschäftsführer Enrico Ukrow erwartet, dass die Belegschaft am Standort in den nächsten zehn Jahren um 50% wächst: „Mit dem anstehenden Wachstum auf 500 neurologische Betten ist die Klinik einer der ganz großen Standorte für neurologischen Erkrankungen in der Bundesrepublik.“

Das mittelständische Unternehmen in Familienhand hat es sich zur Aufgabe gemacht, generationsübergreifend zu planen und zu wirtschaften. Diese Kontinuität schlägt sich auch bei den Beschäftigten nieder. So war bereits die Mutter des jetzigen Pflegedirektors, Nico Kleine-Knefelkamp, ebenfalls Pflegedirektorin in der Klinik. Nico Kleine-Knefelkamp hierzu: „Die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter ist für uns der Schlüssel zum Erfolg.“

Sonja Eichwede: „Die Kliniken Beelitz sind einer der größten Arbeitgeber in der Region. Dieser Verantwortung kommt das Unternehmen auch im Hinblick auf das Ausbildungsangebot nach. Es gibt in der Schule fast 200 Ausbildungsplätze pro Jahrgang. So wird ein wesentlicher Teil des zukünftigen Personalbedarfs in Therapie und Pflege möglichst weitgehend selbst abgedeckt.“

 

Über die Kliniken Beelitz

Zu den Kliniken Beelitz gehören die Neurologischen Fachkliniken (Neurologisches Fachkrankenhaus für neurologische Frührehabilitation (Phase B) und die Neurologische Rehabilitationsklinik (Phasen  C und D) sowie das Parkinsonzentrum. Behandlungsschwerpunkt der Neurologischen Fachkliniken sind PatientInnen mit akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall.

Das Parkinsonzentrum zählt zu den größten Fachkliniken seiner Art in der Bundesrepublik. Die Klinik ist offiziell ausgewiesenes Parkinsonzentrum des Bundeslandes Brandenburg. Seit 2012 hat das renommierte Magazin FOCUS die Klinik kontinuierlich als „TOP Nationales Krankenhaus Parkinson“ ausgezeichnet.

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