IHK-Potsdam zu MPK-Beschlüssen: Einzelhandel und Veranstaltungsbranche dürfen mit finanziellem Mehraufwand nicht allein gelassen werden

Peter Heydenbluth, Präsident der Industrie- und Handelskammer Potsdam, sagt:

„Wir begrüßen, dass kein Lockdown droht, wie wir ihn vergangenes Jahr erlebt haben. Für die regionale Wirtschaft wäre dies gerade vor Weihnachten die schlechteste Lösung. Es ist dringend notwendig, dass Maßnahmen getroffen und umgesetzt werden, um der Pandemie endlich ein Ende zu setzen. Die Wirtschaft wird ihren Beitrag dazu leisten, allerdings müssen die Voraussetzungen stimmen und die Umsetzung der Regeln auch der Praxis standhalten.

So ist beispielsweise für Unternehmen eine Hotline oder Rufnummer beim Gesundheitsministerium zum Verstehen der Verordnungen überfällig. Die Überprüfung der Regeln allein erfordert in den Betrieben zusätzliches Personal, was eine Kostensteigerung bedeutet – bei erwartbar weniger Kundschaft. Der Einzelhandel und die Veranstaltungsbranche – denken wir zum Beispiel an die Brandenburger Weihnachtsmärkte – dürfen mit diesem finanziellen Mehraufwand nicht allein gelassen werden.

Angesichts des Mangels an Schnelltests muss der Bund schnell eine koordinierende Rolle übernehmen, damit Arbeitgeber ihren Verpflichtungen zum Testen auch nachkommen und Veranstalter auch Testmöglichkeiten vor Ort anbieten können. Darüber hinaus dürfen Probleme, die Händlern und Veranstaltern entstehen, wenn sie gefälschte Impfzertifikate vorgelegt bekommen, nicht zu deren Lasten ausgelegt werden.

Nicht zuletzt ist und bleibt das Impfen der Schlüssel zum Erfolg – deshalb müssen nun auch die Betriebsärzte wieder stärker einbezogen werden.“

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