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IHK: Potsdam zur Wiederbelebung des Einzelhandels in der Pflicht

Kammer kritisiert Vorschlag der Landeshauptstadt zur Verordnung über Sonn- und Feiertagsöffnung 2020

Potsdam, 28. Mai 2020 – „Die Landeshauptstadt Potsdam plant die Sonntagsöffnungen wie in den Jahren zuvor, als würde es die Wirtschaftskrise der Corona-Pandemie nicht geben.“ Das sagt heute Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Potsdam. „Gerade jetzt braucht es Anlässe, die eine zusätzliche Ladenöffnung im gesamten Stadtgebiet möglich machen. Die IHK Potsdam sieht die Landeshauptstadt Potsdam in der Pflicht, sich dafür mehr einzubringen.“

So würden bisher sämtliche Anlässe zur Sonntagsöffnung von privaten Veranstaltern organisiert. Insbesondere die Stadt Potsdam ist nun ebenfalls aufgerufen, Anlässe zu schaffen, die den Einzelhandel wiederbeleben. „Dazu ist der Aufbau eines arbeitsteiligen Citymanagements jetzt das Gebot der Stunde, denn daran fehlt es in Potsdam. Citymanagement muss endlich Chefsache werden, wenn es erfolgversprechend sein soll“, so Tobias.

Aufgrund der Corona-Pandemie stehen im Einzelhandel Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel. Alle seien jetzt dazu aufgerufen, jegliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Folgen der Wirtschaftskrise abzumildern – dazu gehört in Potsdam die Sonn- und Feiertagsöffnung. „Wir sitzen übrigens alle im selben Boot“, ruft Mario Tobias die Stadt, Handelsverband, Kirchen und Gewerkschaften zu solidarischem Handeln auf, denn durch den fehlenden Umsatz der vergangenen Monate stünden Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie für die Stadt wichtige Steuereinnahmen auf dem Spiel.

Die IHK Potsdam war zum heutigen Tag zu einer Stellungnahme zum Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung der Landeshauptstadt Potsdam über mögliche Verkaufszeiten an Sonn- und Feiertagen aus Anlass besonderer Ereignisse für das Jahr 2020 entsprechend des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes (BbgLöG) aufgefordert.

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