IHK-Statement zu Corona-Gipfel

Eine gesetzliche Verpflichtung zum Homeoffice lehnt die regionale Wirtschaft ab. Das sagte Peter Heydenbluth, Präsident der IHK Potsdam, angesichts des zu verlängernden Lockdowns. „Wir brauchen nicht noch mehr Regulierung, sondern müssen Chancen besser nutzen. Denn es lohnt sich auch im Zuge der wachsenden Digitalisierung, das Arbeiten von zu Hause zu testen und damit auch die Ansteckungsgefahr zu senken“, so Heydenbluth. „Nur gib es wie im produzierenden Bereich, auf dem Bau, im Verkehr sowie im Einzelhandel einfach Branchen, wo Homeoffice höchstens in der Verwaltung möglich ist.“ Zudem seien durch ungenügende Breitband-Infrastrukturen auch noch immer nicht in allen Landesteilen die technischen Voraussetzungen gegeben, sämtliche Prozesse von heute auf morgen umzuschalten. Perspektivisch sei jedoch bereits jetzt deutlich, dass die Arbeitswelt durch die Pandemie eine Erneuerung erfährt, die auch positive Effekte bereithält. „Homeoffice heißt ja auch mehr Flexibilität – und die brauchen wir gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Zum anderen haben die Erfahrungen der vergangenen Monate vielerorts gezeigt, dass der Zauber des Von-der-Couch-Arbeitens auch schnell wieder verfliegen kann, gerade wenn Schulen oder Kitas nicht geöffnet sind.“ Jetzt jedoch sei es an der Tagesordnung, alle Chancen zu nutzen, um die Pandemie wirksam zu bekämpfen. Es müsse alles unternommen werden, um die Zeit für den notwendigen Lockdown so kurz wie irgend möglich zu halten.

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