IHK zum neuen US-Präsidenten Joe Biden

Neuer USA-Präsident: Brandenburgs Wirtschaft erwartet wieder bessere Handelsbeziehungen 

Die neuen Machtverhältnisse in den USA haben große Bedeutung für die Wirtschaft Brandenburgs: „Die politische Entwicklung in den USA lässt hoffen: Wir setzen auf sichere Handelsbeziehungen, Verlässlichkeit und eine klare Zukunfts-Perspektive. Nur so kann Wirtschaft erfolgreich funktionieren.“ Das sagt Peter Heydenbluth, Präsident der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Vom neuen US-Präsidenten Joe Biden erwarte die Brandenburger Wirtschaft vor allem vollen Einsatz gegen protektionistische Bestrebungen sowie einen Neustart zu einem Freihandelsabkommen. „Der  jahrelange Handelsstreit zwischen den USA, China und der Europäischen Union kann nun endlich beigelegt werden“, so der IHK-Präsident.

Zahlen und Fakten

Bis einschließlich November wurden im Jahr 2020 aus Brandenburg Waren im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro in die USA exportiert. Damit waren die USA nach Polen der zweitwichtigste Exportpartner Brandenburgs. In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 sanken die US-Exporte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum allerdings um rund 10 Prozent.

Der Wert der brandenburgischen Importe aus den USA belief sich bis November auf 1,2 Milliarden Euro. Das entspricht 7,8 Prozent der hiesigen Einfuhren; die USA belegten damit Rang vier der wichtigsten Importpartner Brandenburgs. In den ersten elf Monaten 2020 lagen die Einfuhren aus den USA sogar um 74,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Bau des Tesla-Werks dürfte hier erheblichen Einfluss haben. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Brandenburg und den USA betrug 2020 bisher insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro. Die USA rangierten damit nach Polen und Russland auf Rang drei der wichtigsten brandenburgischen Handelspartner.

Deutschland hat im Jahr 2020 bis einschließlich November Waren im Wert von rund 95 Milliarden Euro in die USA exportiert. Damit waren die USA weiterhin der wichtigste Exportdestination Deutschlands. In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 fielen die US-Exporte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum allerdings um 14 Prozent geringer aus.

Der Wert der deutschen Importe aus den USA belief sich bis November 2020 auf 62 Milliarden Euro. Das entspricht 6,6 Prozent der hiesigen Einfuhren; die USA belegten damit Rang drei der wichtigsten Importpartner Deutschlands. In den ersten elf Monaten 2020 lagen die Einfuhren aus den USA jedoch um 5,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Über 5.400 deutsche Unternehmen sind den USA präsent und beschäftigten dort mehr als 900.000 Menschen. Umgekehrt belaufen sich die US-Investitionen in Deutschland auf 79 Milliarden Euro. Rund 1.300 US-amerikanische Firmen sind in Deutschland aktiv, 208.000 Menschen stehen bei ihnen in Lohn und Brot.

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