Im letzten Moment einem Betrug entgangen

#Potsdam, Schopenhauer Straße sowie #Nauen – 

Mittwoch, 30.06.2021, 14:37 Uhr – 

 

Ein Ehepaar aus Nauen wäre am Mittwoch beinahe einer bekannten Betrugsmasche zum Opfer gefallen. Im letzten Moment kamen ihnen jedoch Zweifel, sodass den beiden Senioren ein finanzieller Schaden erspart blieb.

Dabei haben die unbekannten Täter hier mit sogenannten „Schockanrufen“ versucht, an Geld zu kommen. Das Ehepaar erhielt zunächst am frühen Nachmittag einen Anruf eines angeblichen Polizisten aus Potsdam. Dieser behauptete gegenüber dem 78-jährigen Mann, dass die Tochter des Paares in Brieselang einen schweren Unfall verursacht habe, bei dem jemand ums Leben gekommen sei. Um der Tochter eine Haft zu ersparen und die Beerdigung des angeblichen Opfers zu bezahlen, solle das Ehepaar mehrere Zehntausend Euro aufbringen. Außerdem wurde behauptet, dass die Tochter auch selbst verletzt worden sei und in einem Potsdamer Krankenhaus liege.

Der 78-Jährige machte sich schließlich mit mehreren Tausend Euro auf den Weg zu einem vereinbarten Übergabeort in der Schopenhauer Straße im Potsdamer Stadtzentrum. Hier traf er auf eine weibliche Person, die das Geld entgegennehmen wollte. Doch der Mann wurde skeptisch, schickte die Frau weg ohne das Geld zu übergeben und fuhr zurück nach Hause.

Dort gab es zwischenzeitlich kurz vor 17 Uhr einen zweiten Anruf, den die 77-jährige Ehefrau entgegennahm. Hier wurde dieselbe Geschichte noch einmal aufgetischt. Die Frau legte jedoch auf, weil ihr erhebliche Zweifel kamen und fand heraus, dass es ihrer Tochter gut geht. Daraufhin wurde die Polizei verständigt.

Die Beamten nahmen eine Strafanzeige wegen versuchten Betrugs auf. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen, die am Nachmittag des 30.06.2021 in der Schopenhauer Straße Beobachtungen gemacht haben, die Hinweise auf die Identität der unbekannten Frau geben könnten.

Die Frau wird so beschrieben:

–          Alter: Mitte 20

–          ca. 160 cm groß

–          schlanke Figur

–          dunkle schulterlange Haare

–          beiger Anorak

–          schwarze Hose

–          Regenschirm

–          Telefon in der Hand

Ihre Hinweise richten Sie bitte an die Polizeiinspektion Havelland unter der Telefonnummer 03322 275-0 oder jede andere Polizeidienststelle. Alternativ kann auch das Hinweisformular im Internet unter polbb.eu/hinweis genutzt werden.

Sie wollen sich vor einem Betrug schützen oder Angehörige davor bewahren? Diese Tipps können dabei helfen:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder bei der örtlichen Polizei überprüfen können!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!
  • Bevor Sie jemandem ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei! Sie erreichen sie unter der Nummer 110
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