Inklusion lebt von Respekt, Aufmerksamkeit und Offenheit füreinander

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen – Inklusion lebt von Respekt, Aufmerksamkeit und Offenheit füreinander

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen, der seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen wird, rückt die Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, die mit Einschränkungen leben müssen. Schätzungen zufolge sind das 15 Prozent der Weltbevölkerung. Im Landkreis Uckermark leben ca. 15.000 schwerbehinderte Menschen, 9.000 von ihnen sind älter als 65 Jahre.

Ihre Würde, ihre Rechte und unser Engagement für die Lösung ihrer speziellen Probleme stehen im Mittelpunkt dieses von den Vereinten Nationen ausgerufenen Gedenk- und Aktionstages.

Landrätin Karina Dörk nimmt diesen Tag zum Anlass, um an alle Bürgerinnen und Bürger zu appellieren, auf die persönlichen Rechte von Betroffenen, auf ihre individuellen Bedürfnisse und auf die Möglichkeiten zur Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aufmerksam zu machen:

„Es muss uns gelingen, allen Menschen mit Behinderungen im Landkreis Uckermark gleichwertige Bedingungen zu bieten, ihnen Chancen für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und Diskriminierungen zu verhindern. Teilhabe berührt das Grundverständnis unseres Zusammenlebens. Jeder Mensch hat das Recht, teilhaben zu dürfen und zu können – in allen Bereichen unseres Lebens.

Um Betroffenen gleichwertige Lebensbedingungen und eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, müssen alle Verantwortlichen in Kommunen, Unternehmen, Behörden, aber auch Bauherren, Vermieter oder Dienstleister die erforderlichen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehören nicht nur Barrierefreiheit und Inklusion, sondern auch mehr Integration auf dem Arbeitsmarkt.

Der derzeit zügig voranschreitende Ausbau der Digitalisierung in der Uckermark bringt neue Möglichkeiten der Kommunikation mit sich, von denen gerade Menschen mit Behinderungen profitieren können.

Von den Folgen der Corona-Pandemie waren und sind Menschen mit Behinderungen in besonderem Maße betroffen. Die zeitweise Schließung von Einrichtungen aufgrund von Infektionsausbrüchen, Kontaktbeschränkungen sowie eingeschränkte Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten haben ihre Spuren hinterlassen.

Viele kommen nur sehr schwer damit zurecht.

Aber es gibt auch die andere Seite: Viele Bürgerinnen und Bürger, denen das Schicksal ihrer Mitmenschen nicht gleichgültig ist, engagieren sich zumeist ehrenamtlich. Auch ihnen möchte ich ganz herzlich danken.

Eine menschliche Gesellschaft muss eine inklusive Gesellschaft sein. Aber diese können wir nicht von heute auf morgen erreichen. Inklusion beginnt in den Köpfen und kann nicht allein per Gesetz verordnet werden. Inklusion lebt auch von Respekt, von Aufmerksamkeit und Offenheit füreinander.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen ist ein guter Anlass, gemeinsam darauf hinzuarbeiten, dass all dies hoffentlich bald erreicht sein wird.“

%d Bloggern gefällt das: