Innenstadtwettbewerb 2021/2022 ausgelobt

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung lobt gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Brandenburgs, dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg, dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., dem Handelsverband Berlin-Brandenburg und der Arbeitsgemeinschaft Städteforum Brandenburg den Innenstadtwettbewerb 2021/22 im Rahmen des „Bündnisses für lebendige Innenstädte“ aus.

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Brandenburg hat viele unverwechselbare und baulich attraktive Innenstädte. Diese haben eine herausragende Bedeutung für das Funktionieren unserer Städte als Ganzes, wie auch für das Heimatgefühl der Menschen, die dort leben.  Wir wissen, dass lebendige Innenstädte eine gute Funktionsmischung benötigen und sie brauchen die Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Akteuren. Der neue Innenstadtwettbewerb stellt die Zusammenarbeit einer Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt. Wir wollen gemeinsam mit den Bündnispartnern neue Ideen, Konzepte und Projekte prämieren, die zur Innenstadtstärkung beitragen.“

Mit dem Innenstadtwettbewerb des „Bündnisses für lebendige Innenstädte“ sollen in zweijährigem Turnus Vorhaben und Initiativen gewürdigt werden, die einen Beitrag dazu leisten, die Innenstadt als Erlebnisraum und lebendigen Mittelpunkt der Stadt zu stärken, die Begegnung und Austausch anregen und die lokale Identität stärken. Er ist offen für private und öffentliche Bewerber und richtet sich ausdrücklich an alle Städte und Gemeinden, die sich für ihre Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren engagieren. Es wird explizit zur Einreichung von Beiträgen ermutigt, bei denen Beteiligte aus dem öffentlichen und privaten Bereich zusammenwirken. Prämiert werden Ansätze, bei denen Beteiligte ihre Ressourcen bündeln und neue Wege gehen, um einen Mehrwert für die Innenstädte und die Stadtgesellschaft zu erzeugen. Daher müssen Beiträge im Verbund mehrerer Engagierter eingereicht werden.

Bei der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge werden die Beiträge aus kleineren Städten und solche aus größeren Städten in jeweils eigenen Wettbewerbsgruppen zusammengefasst. Der Wettbewerb wird in zwei Themenbereiche unterteilt:

  • Themenbereich A: Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen

In diesem Themenbereich werden Beiträge prämiert, bei denen Gebäude und öffentliche Räume über ihre alte bzw. bestehende Nutzung hinaus weitergedacht werden. Gesucht werden innovative Strategien zum Umgang mit Leerstand, kreative auch temporäre Nutzungsideen, die zu einer Neubelebung von (Frei-)Räumen und alten Bauwerken beitragen und damit die Innenstädte dauerhaft positiv beeinflussen. Es sind aber auch Kooperations- und Vernetzungsaktivitäten zur Einreichung eingeladen, die lokales Engagement nachhaltig stärken, die Ortsbindung unterstützen und einen Rahmen für innovative Projekte bilden.

  • Themenbereich B: Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events

In diesem Themenbereich werden kreative Veranstaltungsformate und temporäre Aktionen prämiert, durch die ein Besuch der Innenstadt zum besonderen Erlebnis wird. Es werden Aktionen, Kampagnen und Events gesucht, die über den Tellerrand hinausblicken und einen Perspektivwechsel anregen, unterschiedliche Gruppen einbeziehen und Raum für Begegnung schaffen.

In beiden Themenbereichen können sowohl Projekte in Planung als auch solche, die bereits in der Umsetzung oder Weiterentwicklung sind, als Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden. Mit einer Prämierung soll deren weitere Umsetzung und Entwicklung unterstützt werden.

Die Preissumme beträgt insgesamt rund 120.000 Euro. Die Beiträge sind bis zum 18. Februar 2022 einreichen. Die Preisverleihung findet am 30. März 2022 statt.

 

Zur Auslobung des Innenstadtwettbewerbs sagen die anderen Bündnispartner:

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V.: „Aus der Sicht der Handelsunternehmen ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Stärkung der Innenstädte zu unterstützen, wobei der nunmehr als landesweiter Innenstadtwettbewerb für Brandenburg eine weiterführende Qualitätsstufe ist, die Akteure für ihre Standorte stärker zu sensibilisieren und die Chancen zu nutzen, mit langfristigen und zugleich anpassungsfähigen Projekten die Stadtentwicklung gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu führen.“

Maren Kern, BBU-Vorständin: „Aus Sicht der Wohnungswirtschaft bildet das enge und aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Wohnen, Gewerbe, Kultur und Freizeit das starke Fundament für eine zukunftsfeste Gestaltung unserer Innenstädte. Die vielen schönen Städte sind Brandenburgs Reichtum und ein gewichtiger Standortvorteil, den es in Form von lebendigen und unverwechselbaren Stadtkernen in hoher städtebaulicher Qualität zu bewahren und fortzuentwickeln gilt.“

Carsten Christ, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs des Landes Brandenburg und Präsident der IHK Ostbrandenburg: „Aus Sicht der regionalen Wirtschaft hat sich gezeigt, dass innovative und spannende Konzepte erforderlich sind, um Anreize für einen Innenstadtbesuch zu schaffen. Eine nachhaltige Stabilisierung der Besucherfrequenzen trägt erheblich zur Stärkung der Gewerbetreibenden vor Ort bei, die einen ganz wesentlichen Beitrag zum Gesamterlebnis Innenstadt leisten.“

Jens Graf, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds: „Aus Sicht der brandenburgischen Städte und Gemeinden stellt der Innenstadtwettbewerb als Weiterentwicklung der CityOffensiven eine Chance dar, die Innenstädte und Ortszentren gemeinsam fortzuentwickeln.  Die Möglichkeit zur Teilnahme am Wettbewerb steht dabei allen Städten und Gemeinden Brandenburgs offen, insbesondere die Wettbewerbskategorie „Räume weiterdenken“ ist geeignet, neue Wege zu gehen und innovative und kreative Nutzungsideen zu finden.“

Anne Fellner, Erste Beigeordnete der Stadt Eberswalde, Städteforum Brandenburg: „Die Kommunen im Land Brandenburg brauchen Ideen, Tatkraft und Engagement Vieler für starke und vitale Innenstädte. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass die Städte ihre Rolle als Anker im Raum wahrnehmen können.“

Auf der Webseite www.lebendige-innenstaedte.de  werden am 29.11.21 alle relevanten Informationen zum Wettbewerb verfügbar sein, und über diese Seite ist  auch die Teilnahme am Wettbewerb möglich.

Hintergrundinformation zum „Bündnis für lebendige Innenstädte in Brandenburg“

Das Bündnis wird getragen vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, den drei Industrie- und Handelskammern – IHK Ostbrandenburg, IHK Potsdam und IHK Cottbus – dem Handelsverband Berlin-Brandenburg, dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg, dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Städteforum Brandenburg. Der Zusammenschluss versteht sich als strategische Kommunikations- und Austauschplattform mit dem Ziel, gemeinsam an einer Zukunft für die Brandenburger Innenstädte zu arbeiten. Dazu soll der Fachdiskurs der Bündnispartner und der Wissenstransfer mit den Handelnden vor Ort gefördert, sowie externe fachliche Expertise genutzt werden. Es wurde im Frühjahr 2021 zunächst für sechs Jahre geschlossen.

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