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Insekten beobachten und melden: Mitmachaktion startet am Freitag (31. Mai)

Insekten beobachten und melden: Mitmachen vom 31. Mai bis 9. Juni sowie vom 2. bis 11. August
NABU-Mitmachaktion geht ins zweite Jahr

Potsdam − Zählen, was zählt! lautet das Motto der NABU-Mitmachaktion „Insektensommer“. Der Naturschutzverband erhofft sich dadurch nicht nur auswertbare Daten über einen Teil unserer Insektenwelt, sondern auch Aufmerksamkeit rund um dass Thema Erhalt der Artenvielfalt.

Aktuell sammeln Aktive der Brandenburger Naturschutzverbände Unterschriften für die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“ und stoßen bei den BürgerInnen auf große positive Resonanz. Die allermeisten von ihnen haben schon vom Bienen – bzw. Insektensterben gehört, manche wollen selbst aktiv etwas dagegen tun. Das kann man mit der Unterstützung der Volksinitiative, durch die Anlage eines naturnahen Gartens oder Balkons oder auch durch das Sammeln von Daten über Insektenvorkommen.

Etwa 33.000 Insektenarten gibt es in Deutschland. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der  NABU vom 31. Mai bis zum 9. Juni sowie vom 2. bis zum 11. August innerhalb seines Citizen Science-Projektes „Insektensommer“ zum zweiten Mal eine große bundesweite Insektenzählung. „Mit dem Insektensommer wollen wir auf die enorme Bedeutung aller Insekten aufmerksam machen und für den Schutz des ganzen Artenreichtums dieser Tiergruppe sensibilisieren“, sagt NABU-Landesgeschäftsführerin Christiane Schröder. Naturfreunde aus ganz Brandenburg sind aufgerufen die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden.

Egal ob Käfer, Wildbienen, Schmetterlinge, Wanzen und Ameisen, alle Insekten sind für unsere Ökosysteme und uns Menschen unverzichtbar. Doch über die meisten Arten liegen noch keine Daten vor. „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“, sagt Schröder. Von Blattlaus über Fliege bis zum Schmetterling – jeder Sechsbeiner soll gezählt und gemeldet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf 16 in Deutschland häufig vorkommenden Arten. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet sollte jedoch nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. „Optimal, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist schon auf kleinstem Raum für jeden möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe auf dem Balkon“, so die Biologin.

Zur Aktion Insektensommer
Der NABU engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Die Daten zur Aktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.deerfasst und vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.
Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.

Mehr zur Aktion:
www.insektensommer.de

NABU-App „Insektenwelt“: www.NABU.de/insektenwelt

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