Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Gemeinsame Presseerklärung des Bürgermeisters, des Behindertenbeirates
und der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zum Internationalen
Tag der Menschen mit Behinderungen am 3.12.

Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken. In Ludwigsfelde leben 4.185 Behinderte – im Verhältnis zur Einwohnerzahl von
27.075 sind also 15,5% der Ludwigsfelder Bürger Menschen mit Behinderung.
Seit mehr als zwei Jahren hat die Stadt Ludwigsfelde einen Beirat für die Belange der Menschen mit Behinderungen (Behindertenbeirat). Der Beirat ist ein selbständiges, ehrenamtliches
und politisch sowie konfessionell unabhängiges Gremium zur Vertretung der besonderen Belange der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ludwigsfelde und deren Ortsteilen mit Behinderung. Der Beirat wird sich gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention für die uneingeschränkte Teilnahme und Teilhabe an allen Aktivitäten in der Gesellschaft einsetzen.
An diesem besonderen Tag möchte die Vorsitzende des Behindertenbeirates Maren Ruden
besonders auf die Belange der Betroffenen hinweisen: „Die Corona-Pandemie ist für Menschen mit Handicaps in unserer Stadt eine besondere Herausforderung. Unser Ziel ist es, soviel wie möglich sichtbare und spürbare Erleichterungen für Bürger unserer Stadt, die mit Einschränkungen leben müssen, zu erreichen – nicht nur zu Pandemiezeiten“, betont sie. Der
Behindertenbeirat agiert als Ansprechpartner, weiß wo Hilfe gefunden werden kann und bringt
Helfende und Hilfesuchende zusammen.
Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Bettina Lugk ist froh, dass es den Behindertenbeirat in ihrer Stadt gibt. „Es ist von zentraler Bedeutung, dass sowohl Bürgerinnen und
Bürger, aber auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, sowie Verwaltung einen
Ansprechpartner haben, der sich auskennt und die konkrete Bedürfnislage der Betroffenen
kennt“, betont sie. Dabei geht es ihr nicht nur um die konkrete Hilfe, sondern auch um allgemeine Hinweise, die allen zugutekommen. „Die Thematik des barrierearmen Straßenraums ist
nicht nur für Menschen mit Behinderungen wichtig, sondern genauso für Eltern, die sich mit
einem Kinderwagen durch die Stadt bewegen oder Seniorinnen und Senioren, die mit einem
Rollator unterwegs sind“, sagt sie.

Dass der Beirat wichtige Hinweise für die Gestaltung im Stadtgebiet gibt, weiß auch Bürgermeister Andreas Igel. „Seit langer Zeit setzt sich der Beirat für die Verlängerung der Grünzeit
für Fußgänger an den Ampeln der Potsdamer Straße ein. Fast 20 Monate hat es gedauert,
dass der Landesbetrieb dieser Forderung nachkam.“ Seit dem 05. November haben Fußgänger an der Ampel am Kaufland (Kreuzung Straße der Jugend) längere Gehzeiten. Bezüglich
der Ampel am Hochhaus/Iltisweg wird der Beirat an der Forderung nach eine Verlängerung
der grünen Ampelphase dranbleiben.
Gemeinsam wollen sich Bürgermeister, Stadtverordnetenversammlung und Behindertenbeirat weiter für die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen in Ludwigsfelde einsetzen.
Hintergrund
Seit 1993 soll am 3. Dezember auf die Belange von Menschen mit Behinderungen hingewiesen werden. Im Grundgesetz ist seit 1994 festgelegt, dass niemand wegen seiner Behinderung
benachteiligt werden darf. Außerdem wurde 2008 die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) verabschiedet, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen
definiert. Bereits vor zehn Jahren hat sich Deutschland verpflichtet, diese Konvention umzusetzen. Inklusion bedeutet dabei, das uneingeschränkte und selbstverständliche Recht jedes
Einzelnen auf Teilhabe. Dabei soll die Gesellschaft so gestaltet sein, dass alle teilhaben können, ohne sich anpassen zu müssen. Dies gilt beispielsweise für Bereiche wie persönliche
Mobilität, Arbeitsplatz und Teilhabe am politischen Leben.

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