Inzidenz liegt bei 172,01/100 000 Einwohner – Landrat Uhe: Hausarztpraxen in die Impfung mit einbeziehen

Aktuell sind im Landkreis 342 Personen positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Zum Vortag
verzeichnet der Landkreis 17 neue laborbestätigte Fälle mehr. Seit Ausbruch der Corona-Krise registriert
das Gesundheitsamt im Landkreis Prignitz damit 2066 Corona-Fälle. Davon gelten 1625 als genesen, also
17 mehr gegenüber gestern. Es gibt drei weitere Sterbefälle – damit erhöht sich die Zahl der bisher
Verstorbenen auf 99. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell bei 172,01/100.000 Einwohner.
In der Schule für Gesundheitsberufe des Kreiskrankenhauses Perleberg sind eine Klasse und eine Lehrkraft
in Quarantäne versetzt worden.
Im Stephanus Seniorenzentrum Marienfließ wurden 8 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet.
Im Zusammenhang mit der Hauskrankenpflege „Glücksmomente“ in Wittenberge wurden bislang 8 positiv
auf Covid-19 getestete Mitarbeiter und zu Pflegende ermittelt.
Im Seniorenzentrum Christophorus in Pritzwalk befinden sich noch 2 auf Covid-19 positiv getestete
Bewohner in der Einrichtung.
Am Mittwoch wurde in Kyritz ein weiteres Impfzentrum eröffnet. Auch Prignitzer können sich dort impfen
lassen, sollten sie einen Termin über die Hotline 116 117 bekommen haben. „Der Standort im
Nachbarkreis ist für viele Bürger zu weit weg und schwer zu erreichen“, teilt Landrat Torsten Uhe seinen
Standpunkt mit vielen anderen Prignitzern. Deshalb begrüßt er das Nachsteuern des Landes, auch im
Landkreis Prignitz ein Impfzentrum zu errichten. Schon im November war die zentral gelegene
Rolandhalle in Perleberg vorgeschlagen worden. Neben den Impfzentren sollten aber auch
Hausarztpraxen frühzeitig in das Impfgeschehen einbezogen werden, ist Uhe überzeugt. „Gerade für
ländlich geprägte Regionen ist wohnortnahes Impfen wichtig“, meint er. Er spielt damit auf das bereits in
Mecklenburg-Vorpommern vorgestellte Pilotprojekt zum Impfen in Hausarztpraxen an, das er mit großem
Interesse verfolgt. Dort bieten in einer Modellregion mit Genehmigung des Landes 10 Hausarztpraxen das
Impfen gegen Covid 19 an. „Was im Nachbarland geht, sollte auch in Brandenburg möglich sein“, so seine
Vorstellungen. Und weiter: „Sollte das Land eine Modellregion suchen, sind mit Sicherheit auch Prignitzer
Ärzte bereit, sich einzubringen.“
Was die Arbeit der mobilen Impfteams betrifft, sieht der Landkreis weitere Einsatzmöglichkeiten in der
Fläche. Der Kreis habe dem Land bereits vorgeschlagen, nach den durchzuführenden Impfungen auch vor
Ort in den Dörfern zu impfen, denn nicht jede Gemeinde hat einen Arzt, so Uhe. Kommunen haben
angeboten, z.B. ihre Dorfgemeinschaftshäuser zur Verfügung zu stellen.
Das Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg hat sich wiederholt bereit erklärt, beim Impfen gegen Covid 19
zu helfen. Bislang war das nur für bestimmte Personengruppen möglich. Jetzt ist die rechtliche Grundlage
dafür geschaffen worden, dass Krankenhäuser und Rehakliniken auch Beschäftigte ambulanter
Pflegedienste und Beschäftigte in Dialyseeinrichtungen impfen dürfen. „Diese haben nicht die Zeit, sich
tagelang um einen Termin zu bemühen und zu den Impfzentren zu fahren. Sie brauchen jede Minute für die
Betreuung ihrer Patienten“, so Uhe. „Und das wäre jetzt möglich, vorausgesetzt das Ministerium stimmt dem Gesuch
des Kreiskrankenhauses zu und der Impfstoff steht zur Verfügung.“ Das Kreiskrankenhaus hat gestern die
Bereitschaftserklärung dazu gegenüber dem MSGIV abgegeben.
„Das Kreiskrankenhaus Prignitz bemüht sich zusätzlich um eine Impfberechtigung für das Personal niedergelassener
Ärzte und Zahnärzte sowie in Physiotherapiepraxen“, informiert Geschäftsführer Karsten Krüger. Bislang müssen sich
diese Beschäftigten ebenso einen Impftermin über die Hotline 116 117 geben lassen.

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