Inzidenz liegt bei 292,81/100 000 Einwohner – Kitas ab Montag wieder geöffnet/Kommunen und Landkreis fordern Impfzentrum in der Prignitz

Aktuell sind im Landkreis 610 Personen positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Zum Vortag
verzeichnet der Landkreis 70 laborbestätigte Fälle mehr. Es sind 26 Erkrankte genesen. Seit Ausbruch der
Corona-Krise registriert das Gesundheitsamt im Landkreis Prignitz damit 1545 Corona-Fälle. Davon gelten
879 als genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 56 Personen.
Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell bei 292,81/100.000 Einwohner.
Aktuell gibt es positive Testergebnisse bei Bewohnern weiterer stationärer Pflegeeinrichtungen des
Landkreises. Betroffen sind die Seniorenresidenz in Sadenbeck sowie das AWO Haus der Lebensfreude in
Perleberg. Das Gesundheitsamt steht in enger Verbindung mit den Einrichtungen.
„Wir alle haben ein gemeinsames Interesse, dass so schnell wie möglich impfwillige Bürgerinnen und
Bürger ein Impfangebot erhalten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Kommunalen
Arbeitsgemeinschaft Prignitz des Städte- und Gemeindebundes und dem Landkreis vom heutigen
Mittwoch, die an Ministerpräsident Dietmar Woidke und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher
gerichtet ist. „Es gab eine große Erwartungshaltung in der Bevölkerung nach der angekündigten
Impfkampagne des Landes, die nicht erfüllt worden ist“, konstatiert Landrat Torsten Uhe. „Deshalb ist die
Ankündigung des Ministerpräsidenten vom 8.1.2021, mehr Impfmöglichkeiten in der Fläche zu schaffen,
nur zu begrüßen“, führt er weiter dazu aus.
In der gemeinsamen Erklärung bringen die Bürgermeister und Amtsdirektoren klar zum Ausdruck, dass der
zeitliche und logistische Aufwand gerade für ältere Menschen unzumutbar ist, um das in Kyritz geplante
Impfzentrum zu erreichen. Die kommunalen Hauptverwaltungsbeamten unterstützten deshalb den
bereits im November vom Landkreis unterbreiteten Vorschlag eines eigenen Impfzentrums in der Prignitz.
„Wir fordern Sie auf, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Prignitz ein zusätzliches
Impfzentrum in Perleberg zu errichten“, so das von Landrat Torsten Uhe und dem Vorsitzenden der
Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Oliver Hermann unterzeichnete Schreiben.
Ab kommenden Montag, 18. Januar 2021, werden in der Prignitz die Kindergärten wieder geöffnet sein.
In Abstimmung mit den Kommunen wird die Allgemeinverfügung des Landkreises, die ab 4. Januar galt,
nicht mehr verlängert. „Das ist nach dem tatsächlichen Infektionsgeschehen in den Kitas möglich“, so
Danuta Schönhardt, Geschäftsbereichsleiterin Bildung, Jugend, Soziales und Gesundheit der
Kreisverwaltung. Zurzeit werden 43,3 Prozent der Kinder in nahezu allen Kitas des Landkreises betreut. Ab
Montag gilt zudem ein Anspruch Alleinerziehender auf Notbetreuung, was den Anteil auf über 60 Prozent
steigen lässt.
Die zweiwöchige Anordnung der Schließung der Kitas war nach reiflicher Überlegung u.a. erfolgt, um zur
Eindämmung des Pandemie-Geschehens alle Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren. Gerade nach den
Corona-Lockerungen zu den Feiertagen war ein massiver Anstieg von Corona-Infizierten zu befürchten und
es galt, ein Hineintragen in die Kitas zu verhindern. Deshalb gilt auch jetzt, verantwortungsvoll Kontakte in
jeder Hinsicht zu vermeiden und die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, wenn es die Gegebenheiten
gestatten, so der Appell der Kresiverwaltung.
Diese Regelung der Kitaöffnung basiert auf der Eindämmungsverordnung, die bis zum 31. Januar 2021
Gültigkeit hat.
Das Land wird spätestens danach neue Regelungen erlassen. Derzeit gibt es im Land Brandenburg
verstärkt landespolitische Diskussionen zum Thema Offenhalten oder Schließen von Kindertagesstätten.
So bleibt es derzeit offen, wie die Kita-Regelungen ab 1.2.2021 im Land Brandenburg aussehen werden.

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