Inzidenz liegt bei 336,14/100 000 Einwohner – DRK beginnt morgen mit mobiler Testung in Seniorenpflegeinrichtungen

Aktuell sind im Landkreis 521 Personen positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Zum Vortag
verzeichnet der Landkreis 1 laborbestätigten Fall mehr. Es sind 55 Erkrankte genesen. Seit Ausbruch der
Corona-Krise registriert das Gesundheitsamt im Landkreis Prignitz damit 1405 Corona-Fälle. Davon gelten
829 als genesen. Die Zahl der Verstorbenen hat sich zum Vortag um 5 erhöht und liegt jetzt bei 55
Personen.
Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell bei 336,14/100.000 Einwohner.
„Zwischen Bund und Ländern gibt es eine klare Aufgabenteilung“, so Landrat Torsten Uhe zur
Impfstrategie des Landes. „Der Bund beschafft den Impfstoff, die Länder organisieren die Impfung. Nach
der zum Jahreswechsel verstärkten Impfkampagne gab und gibt es eine hohe Erwartungshaltung in der
Bevölkerung. Und hier gab es in der ersten Januarwoche Enttäuschungen. Von daher ist die Ankündigung
des Ministerpräsidenten seitens des Landes nachzusteuern folgerichtig. Man will mehr Impfmöglichkeiten
auf dem flachen Land schaffen. Neben den Impfzentren und mobilen Teams sollten auch die
Hausarztpraxen einbezogen werden, sobald es die Beschaffenheit der Präparate – z.B. Lagerung bei
Kühlschranktemperatur – dies zulasse und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.“
Heute kamen positive Signale aus Potsdam. Nach letzten Gesprächen mit dem MSGIV sollen die in der
dritten Stufe geplanten Impfzentren, zu denen auch Perleberg gehören soll, im Februar installiert werden.
Der Landkreis Prignitz hatte bereits im November dem Land Unterstützung angeboten und einen Standort
für ein Impfzentrum im Landkreis benannt. In der letzten Woche wurde das Angebot nochmals
unterbreitet.
Mit besonderer Priorität sollen zuerst die über 80-Jährigen eine Schutzimpfung erhalten. Im Landkreis
Prignitz leben rund 7000 Bürger ab 80 Jahre, das sind etwa 9,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Nach
jetzigem Stand müssten sie für eine angemeldete Impfung nach Cottbus, Potsdam bzw. Berlin Schönefeld
fahren oder ab 3. Februar das Impfzentrum Kyritz aufsuchen. Und das zweimal.
Der DRK-Kreisverband Prignitz beginnt ab morgen mit der mobilen Impfung in den 13 stationären
Seniorenpflegeeinrichtungen des Kreises. Der Auftakt erfolgt am Dienstag im AWOSeniorenpflegezentrum Wittenberge und im Betreuten Wohnen des DRK in Wittenberge. Entsprechend
des angemeldeten Bedarfs werden in dieser Woche zudem Personal und Bewohner im DRK Pflegeheim
Lenzen, im Seniorenpflegezentrum Perleberg des Kreiskrankenhauses sowie in der Seniorenresidenz
Prignitz in Sadenbeck geimpft.
„Die mobile Impfung ist ein ganz wichtiger Part in der Impfstrategie des Landes, die wir begrüßen und die
wir für unsere Bürger unabdingbar halten, weil gerade Ältere einen besonderen Schutz vor dem CoronaVirus bedürfen“, so Christian Müller, 1. Beigeordneter des Landrates. Die bislang 55 Verstorbenen
stimmten sehr nachdenklich, meinte Müller mit Verweis auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme.
Müller weiß mit dem DRK die mobile Impfung in guten Händen. Bereits mit der mobilen Teststrecke in
Perleberg bzw. Wittenberge hätten die DRK-Kräfte ihre logistische Kompetenz unter Beweis gestellt, sagte
er: „Ich vertraue auch diesmal auf das medizinische Impfmanagement des DRK.“

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