„Irak – Zerstörung eines Landes“: Doku-Reihe in ZDFinfo

Anfang 1980 griff Saddam Hussein den Iran an – der Beginn eines jahrzehntelangen Krieges in der Golfregion, geprägt von Lügen und Manipulationen, mit Hunderttausenden Opfern. Vom ersten Tag des Krieges 1980 bis zur Niederlage des „Islamischen Staates“ 2017 schildert die vierteilige Dokumentarreihe „Irak – Zerstörung eines Landes“ die Geschichte des 40-jährigen Konflikts, der den Irak ins Chaos führte. ZDFinfo sendet die vier Filme von Jean-Pierre Canet erstmals am Montag, 7. Juni 2021, von 20.15 bis 23.15 Uhr. In der ZDFmediathek stehen sie ab Donnerstag, 3. Juni 2021, 5.00 Uhr, zur Verfügung.

Die erste Folge von „Irak – Zerstörung eines Landes“ mit dem Untertitel „Die Ölnation“ ruft am Montag, 7. Juni 2021, ab 20.15 Uhr in ZDFinfo in Erinnerung, wie die westlichen Nationen vor 40 Jahren in Saddam Hussein einen Modernisten und ein Schutzschild gegen die radikal-schiitischen iranischen Mullahs sahen. Für den Kampf gegen die geistigen Oberhäupter bekam das irakische Regime freie Hand und die Erlaubnis, Chemiewaffen einzusetzen. Als der Erste Golfkrieg 1988 endete, glaubte Saddam Hussein Washington, Paris und London als Verbündete an seiner Seite – doch er sollte sich irren: Zu groß waren die wirtschaftlichen Interessen im Golfgebiet.

Die zweite Folge nimmt ab 21.00 Uhr „Kuwait und die Folgen“ in den Blick: Am 2. August 1990 marschierten Saddam Husseins Truppen in Kuwait ein. Doch die vermeintlichen Alliierten aus dem Westen griffen ein – zugunsten Kuwaits und mit Sanktionen gegen den Irak. Der Golfkrieg von Januar bis Februar 1991 verlief ebenso schnell wie verheerend: 100.000 Soldaten und mindestens 60.000 Zivilisten starben. Es folgte ein zwölfjähriges Embargo, durch das vor allem das irakische Volk für den Größenwahn seines Präsidenten bezahlte.

In der dritten Folge geht es um 21.45 Uhr um die „Die Jagd auf den Diktator“. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 beschuldigte die US-amerikanische Regierung Saddam Hussein, die dafür verantwortlichen Al-Kaida-Terroristen unterstützt zu haben und Massenvernichtungswaffen zu besitzen, um den bevorstehenden Krieg zu rechtfertigen. Mit Manipulationen und Fake Facts sicherten sich die USA die Unterstützung anderer westlicher Länder für den Kampf im Irak. Der Sturz des irakischen Diktators wurde für eine Gruppe von US-Politikern zur Besessenheit.

Nachdem Saddam Hussein 2006 im Irak verurteilt und hingerichtet wurde, kehrte keineswegs Frieden in das gespaltene Land zurück. Im Irak breitete sich der islamische Terrorismus aus. „Der Aufstieg des IS“ steht ab 22.30 Uhr im Mittelpunkt der vierten Folge von „Irak – Zerstörung eines Landes“.

 

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