„Ja! Es ist nervig! …und zwar für uns ALLE! – Eine Pandemie hat aber keinen Raum für Rebellion“

#Köln (ots)

„Ja! Es ist nervig! …und zwar für uns ALLE! – Eine Pandemie hat aber keinen Raum für Rebellion“ betont Polizeipräsident Uwe Jacob mit Blick auf die vergangenen, von diversen außergewöhnlichen Einschränkungen geprägten, Wochen. „Jeder von uns wünscht sich aktuell nichts mehr, als die individuelle Normalität zurück. Einen tollen Tanz in den Mai…nach alter Tradition einen schönen Maibaum aufzustellen…die wunderschönen Frühlingstage gemeinsam mit Freunden und Familie zu genießen…Wir alle vermissen gerade so vieles, was immer selbstverständlich war. Aber: Es ist einfach noch nicht so weit! Wir sehen in Köln und Leverkusen sehr viele Menschen, die tolle Disziplin zeigen. Dafür möchte ich, im Namen aller Polizistinnen und Polizisten, Danke sagen. Leider gibt es aber noch immer zu viele, die sich nicht an die Regeln halten. Die, entgegen jeglicher Mahnungen und Bitten, ihre Rebellion darin zeigen, sich noch immer in Gruppen, zum Beispiel auf dem Rheinboulevard oder in Parks, zusammenzufinden und Streifenteams anpöbeln. Diese Menschen zeigen einfach nur, dass sie es noch immer nicht verstanden haben. Dagegen werden wir in der kommenden Nacht und am Wochenende weiter konsequent und mit verstärkten Kräften vorgehen.“

+++ Resümee der sechsten Woche 24.- 30. April 2020 +++

Aufgrund des Maifeiertags erfolgt der Wochenrückblick bereits am heutigen Tag (Donnerstag, 30. April).

Resümee der sechsten Woche: Die Streifenteams schritten seit letzten Freitag (24. April) knapp 110 Mal (davon rund 30 Mal in Leverkusen) im Zusammenhang mit den Corona-Schutzmaßnahmen ein. Die meisten Einsatzanlässe gab es wie an allen vergangenen Wochenenden auch diesmal Samstag und Sonntag (25./26. April). An diesen Tagen schritten die Polizisten etwa 71 Mal (davon 14 Mal in Leverkusen) bei Situationen ein, die im Zusammenhang mit den aktuell geltenden Schutzmaßnahmen stehen. Weiterhin werden die Streifenteams zum größten Teil bei Verstößen gegen das Kontaktverbot tätig oder gehen über Notruf gemeldeten Hinweisen zu solchen nach.

In der vergangenen Woche fertigten die Polizisten rund 420 Anzeigen (davon 15 in Leverkusen) wegen Verstößen gegen die Verordnung oder damit einhergehenden Zuwiderhandlungen die im Zusammenhang mit der geltenden Schutzverordnung stehen. Mehr als dreiviertel aller Verstöße stellten die Polizistinnen und Polizisten am Wochenende fest – 342 Anzeigen fertigten sie allein an diesen Tagen (davon 9 in Leverkusen). Darunter fallen auch wieder etliche Verstöße auf den Rheinpromenaden sowie in den umliegenden Parks: Freitag bis Sonntag brachten die Beamten allein in diesem Bereich 120 Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung – zumeist gegen das Kontaktverbot – „zu Papier“.

Hinweis: Die im Vergleich zu den Einsätzen höhere Zahl von Anzeigen ergibt sich daraus, dass ein Treffen von fünf Personen zwar nur ein Polizeieinsatz ist, daraus aber fünf einzelne Anzeigen wegen Verstößen gegen die Verordnung oder andere Gesetze erwachsen können – gegen jede Person eine.

Wichtiger Hinweis zu den dargestellten Zahlen der Anzeigen und Einsätze:

Die in diesem Rückblick dargestellten Zahlen können sich noch verändern. Es handelt sich um vorläufige Zahlen aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei. Die Erfassungsmodalitäten zu diesem neuen Phänomen werden laufend optimiert. Anzeigen und Einsätze müssen teilweise nachträglich auf Bezüge zur Pandemie überprüft und nachgetragen oder entsprechend aus der Zählung gestrichen werden.

Die Auflistungen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei Köln eingehen können, beziehungsweise dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen. Eine abschließende Bewertung ist erst zu einem späteren Zeitpunkt und nach weiteren Ermittlungen möglich.

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