Jahrestag Starkregen 2021: Mammutaufgabe für den Landesverband Bremen, Niedersachsen

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Niedersachsen/Bremen. Es ist eine der schlimmsten Naturkatastrophen, die Deutschland je erlebt hat: das Unwetter Mitte Juli 2021. Für das Technische Hilfswerk (THW) folgte der größte Einsatz in seiner mehr als 70-jährigen Geschichte. Über mehrere Monate leisteten Helferinnen und Helfer des THW rund 2,6 Millionen Einsatzstunden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen. Rund 17.000 Einsatzkräfte aus allen 668 THW-Ortverbänden waren im Einsatz – und somit auch alle 79 Ortsverbände des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen. Insgesamt waren 1.750 Einsatzkräfte des Landesverbandes von Juli bis Oktober 2021 im Einsatz. 330.000 Einsatzstunden leisteten die Kräfte aus Bremen, Niedersachsen im Rahmen dieses Einsatzes.

Tief „Bernd“ hinterließ in weiten Teilen Deutschlands, aber vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, ein Bild der Zerstörung. Überflutete Städte, zusammengebrochene Infrastruktur und zerstörte Gebäude waren einige der Folgen. Das THW war mit allen 25 Typen seiner Einheiten und Teileinheiten gefragt. Die Liste der zu bewältigenden Aufgaben war lang: Von Pumparbeiten über das Räumen von Trümmern, der Strom- und Wasserversorgung bis hin zur Trinkwasserversorgung, Deichverteidigung, der Baufachberatung oder dem Brückenbau – das THW brachte sein Fachwissen ein.

15. Juli 2021: THW-Kräfte aus Bremen, Niedersachsen rücken aus

Die ersten Kräfte der Ortsverbände des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen rückten am 15. Juli aus. Sie halfen unter anderem in die Gebiete Euskirchen, Aachen/Eschweiler, Stolberg und Leichlingen. An der Steinbachtalsperre pumpten Kräfte aus Bremen, Niedersachsen, gemeinsam mit der Feuerwehr 110.000 Liter Wasser in der Minute ab und trugen so zur Entlastung der Talsperre bei. Sie retteten Personen, füllten Sandsäcke, sicherten Deiche und Häuser. Mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage bereiteten die Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Trinkwasserversorgung bis zu 15.000 Liter Wasser in der Stunde auf und speisten sie in das Netz des Krankenhauses ein. Die Fachgruppen Elektroversorgung sowie Notversorgung und Notinstandsetzung stellten die Stromversorgung wieder her. Auch die Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Brückenbau waren stark gefordert und halfen beim Aufbau vieler Brücken über die Ahr.

Die Räumgruppen unterstützten mit Radladern, Teleskopladern und Baggern. Sie befreiten die Straßen von Trümmern. Einige Kräfte halfen im sogenannten Bereitstellungsraum, einer Zeltstadt für Einsatzkräfte, am Nürburgring. „Hunderte unserer Helferinnen und Helfer aus dem Landesverband Bremen, Niedersachsen waren im Einsatz, um der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schnell und unkompliziert zu helfen und um unsere Kameradinnen und Kameraden vor Ort zu unterstützen“, erinnert sich Manuel Almanzor, Landesbeauftragter des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen. „Der Starkregen-Einsatz war eine Mammutaufgabe für unsere ehrenamtlichen Kräfte. Wochenlang haben sie alles gegeben, um den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen und gezeigt, wie wichtig das Ehrenamt und die Leistung des THW sind“, sagt Michael Matrian, Referatsleiter Einsatz im Landesverband Bremen, Niedersachsen.

Das Technische Hilfswerk: Getragen von Ehrenamtlichen

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Zivilschutzorganisation des Bundes und wird seit 70 Jahren hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen. Organisatorisch gehört das THW als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat. Rund 83.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind in 668 Ortsverbänden für das THW aktiv. 11.000 THW-Kräfte davon unterstützen in 79 Ortsverbänden in Bremen und Niedersachsen. Als Partner für den zivilen Bevölkerungsschutz hilft das THW im Rahmen der Gefahrenabwehr Menschen in Notlagen und bietet technisch-logistische und humanitäre Unterstützung. Die Einsatzkräfte rücken beispielsweise nach Hochwasser, Unwetter, Explosionen, Verkehrsunfällen, Stromausfällen, Großbränden oder auch nach Erdbeben aus. Die Organisation unterstützt als Partner der humanitären Hilfe in Deutschland, in Europa und weltweit.

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