JVA-Infektionen gefährden Lockerungen nicht

Ministerium bewertet Fälle als isoliertes Ausbruchsgeschehen
Kreis Soest (kso.2021.06.02.318.-rn). Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat dem Kreis Soest am 2. Juni mitgeteilt, dass die Corona-Fälle in der Justizvollzugsanstalt Werl als isoliertes Ausbruchsgeschehen betrachtet und somit nicht für die Berechnung der 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner herangezogen werden. Somit ergeben sich auch keine Auswirkungen auf die Einordnung des Kreises in die Lockerungsstufen der gültigen Coronaschutzverordnung. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit.
Die Mitteilung verband das Ministerium mit dem Hinweis, dass eine entsprechende Regelung bis spätestens Freitag in die Coronaschutzverordnung aufgenommen werden soll. „Ich freue mich, dass das Land damit Klarheit schafft. Diese Regelung ist für uns sehr wichtig, weil der Kreis Soest laut RKI am heutigen 2. Juni leider schon bei einer Inzidenz von 35,1 liegt und damit die Lockerungen der Stufe 1 in Frage gestellt werden“, betont Kreisdirektor Dirk Lönnecke als Krisenstabsleiter. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es den Aufstieg in die nächsthöhere Inzidenzstufe bedeuten würde, wenn der Wert an drei Kalendertagen in Folge über dem Grenzwert 35 liegen würde. Dirk Lönnecke: „Für die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und die Behörden bringt die Entscheidung des Ministeriums eine größere Planungssicherheit mit sich.“
Zum Verfahren kündigt der Kreisdirektor an, dass das Gesundheitsamt sämtliche Fälle aus der Justizvollzugsanstalt Werl separat an das Ministerium melden und kennzeichnen werde. Klarheit über die Dimension des Ausbruchgeschehens werde die am Dienstag gestartete Abstrichaktion erbringen. Dirk Lönnecke: „Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass weitere Fälle neben der JVA dazu führen, dass die Inzidenz tendenziell wieder nach oben geht. Die Öffnung der Schulen und die Lockerungen wirken sich womöglich schon aus.“
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