Kampagne „Zweite erste Hilfe“ gestartet

Potsdam – Mit der Kampagne „Zweite erste Hilfe“ wollen das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und das Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg mehr Menschen dazu bewegen, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Im Zentrum der Aktion stehen verschiedene Kurzfilme, die in öffentlichen Verkehrsmitteln gezeigt werden. Bei einem Pressetermin mit der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH stellte Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke die Kampagne vor.

Auch wenn in Deutschland die Versorgung durch den Rettungsdienst oftmals sehr schnell erfolgt, sollten Verletzte in der Wartezeit versorgt werden. Träger der humanitären Hilfe, wie das Deutsche Rote Kreuz empfehlen deshalb, zwei Jahre nach dem Besuch eines Erste-Hilfe- Kurses einen Auffrischungskurs zu besuchen. Um diese Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen und für die „Zweite erste Hilfe“ zu werben, starten das Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg und das Ministerium für Infrastruktur (MIL) ab sofort ihre gleichnamige Kampagne.

Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke: „Ob Verkehrsunfall, Brand oder Kreislaufkollaps – viele Menschen wissen nicht, was bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall zu tun ist, bis der Rettungsdienst eintrifft. In Deutschland liegt zudem die Bereitschaft lebensrettende Ersthilfemaßnahmen bei einer fremden Person durchzuführen noch immer deutlich unter der in anderen europäischen Ländern. Dabei kann erste Hilfe Leben retten. Wir wollen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in der Lage sind, Verletzen vor Ort zu helfen. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Forum Verkehrssicherheit und Brandenburger Verkehrsunternehmen die Kampagne ‚Zweite erste Hilfe‘ ins Leben gerufen. Die Videosequenzen, die in Bussen und Bahnen laufen, sollen die Fahrgäste dazu motivieren, sich zu Ersthelferinnen und Ersthelfern ausbilden zu lassen oder ihre Kenntnisse aufzufrischen.“

Neben Informationsflyern wurden im Rahmen der Kampagne „Zweite erste Hilfe“ drei Kurzfilme im Comic-Format mit jeweils 30 Sekunden Länge entwickelt. Sie behandeln unterschiedliche Szenarien am Unfallort:

  • Das Eintreffen an einem Unfallort (Eigenschutz und Absichern von Unfällen,

Absenden eines Notrufes)

  • Das Auffinden einer bewusstlosen Person (lebensrettende Sofortmaßnahmen wie

stabile Seitenlage und Wiederbelebung)

  • Das Auffinden eines Verletzten (Umgang mit Gelenkverletzungen und

Knochenbrüchen)

Thiemo Kunze, „Forum Verkehrssicherheit“ des Landes Brandenburg: „Maßnahmen zur Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen senken nachweislich die Hemmschwellen im Falle eines Unfalls zu helfen. Nicht zuletzt erhöhen Sie gegebenenfalls auch die Qualität lebensrettender Sofortmaßnahmen. Unsere Kampagne beginnt nun mit der Unterstützung von ViP Potsdam, der die Filme auf Werbemonitoren in Bussen und Bahnen zeigen wird. Für das Jahr 2022 suchen wir weitere Kooperationspartner: Gemeinsam mit den vielen unterschiedlichen Akteuren der Verkehrssicherheitsarbeit in Brandenburg wollen wir die Idee des ‚Forums Verkehrssicherheit‘ zu einem landesweiten Erfolg führen.“

Jörg Mühling, Abteilungsleiter Marketing/Vertrieb, ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH: „Da die ViP von Anfang in das Projekt eingebunden war und uns dieses Thema als Verkehrsunternehmen sehr wichtig ist, war die Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. Erste Hilfe sollte von allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern angewendet werden können. Auch die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel können so in Notsituation das Fahrpersonal bei Erste-Hilfe-Maßnahmen unterstützen. Zudem werden alle Fahrerinnen und Fahrer des ViP regelmäßig im Dienstunterricht zum Thema Erste Hilfe weitergebildet.“

 

Getragen wird die Aktion „Zweite erste Hilfe“ vom Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg am Institut für Familien- Kindheits- und Jugendforschung e. V. an der Universität Potsdam und der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

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