Kampf gegen die Afrikanischen Schweinepest (ASP) – Elektrozäune und Drohnenflüge als wichtige Maßnahmen

Wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa setzt der Landkreis auf das Errichten von Elektrozäunen und den Einsatz von Drohnen vor der Aberntung der Felder. Der Landrat bittet nun Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe und Verständnis.

„Die aktuelle Situation der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist noch immer ernst. Wir erfahren einen anhaltend hohen Seuchendruck aus Polen“, erklärt Landrat Harald Altekrüger. „Um die Auswirkungen der für Wild- und Hausschweine tödlichen Krankheit möglichst gering zu halten, müssen wir unsere festgelegten Maßnahmen durchführen können. Dazu zählt auch das Errichten von Elektrozäunen, um Wildschweinbarrieren zu schaffen“, so Altekrüger weiter.

Allerdings kam es bei diesen mobilen Zäunen bereits mehrfach zu Diebstählen. Das sei besonders ärgerlich, weil das Aufstellen der Elektrozäune inklusive der Geräte zur Stromversorgung zeit-, kosten- und personalaufwändig sei, betont der Landrat. „Daher möchte ich die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises bitten, auffällige Beobachtungen, etwa Entwendungen an den Zäunen, der Polizei zu melden“, appelliert er an die Bevölkerung in der Region.

Von den Einschränkungen durch die Afrikanische Schweinepest sind insbesondere die Landwirte in den Restriktionszonen betroffen. Bevor die Freigabe zum Einholen ihrer Ernte erfolgt, muss das entsprechende Feld überflogen und abgesucht werden. Um infizierte Kadaver oder sich im Feld aufhaltende Wildschweine zu entdecken, sind derzeit auf den Feldern Drohnenflieger für den Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa im Einsatz.

„Die Unterstützung durch technisch hochmodern ausgestattete Drohnen und ihrer Flieger ist unverzichtbar. Die professionellen Drohnenpiloten können sich ausweisen und erhalten zudem eine Beauftragung zum Befliegen der Gebiete“, sagt Harald Altekrüger. Auch an dieser Stelle bittet er die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis um Verständnis für die Maßnahmen. Es handele sich für alle Beteiligten um eine nie dagewesene Situation, erklärt er.

Derzeit liegen insgesamt 136 Funde von mit dem ASP-Virus infizierten Wildschweinen vor. Im Bereich Jerischke wurden 64 positive Funde registriert, in der Nähe von Sembten liegt die Zahl bei 72.

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