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Kein Baumblütenfest im kommenden Jahr

In Werder (Havel) wird es im kommenden Jahr kein Baumblütenfest geben. Die Stadt hat die Ausschreibung für eine dreijährige Dienstleistungskonzession ohne Ergebnis beendet. „Wir haben einen Partner gesucht, mit dem wir das Baumblütenfest unseren Vorstellungen entsprechend neu ausrichten können“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Das sei nicht gelungen. „Es hat sich gezeigt, dass wir für einen echten und nachhaltigen Richtungswechsel eine andere Herangehensweise und mehr Zeit benötigen.“

Im März war das Vergabeverfahren deutschlandweit bekannt gemacht worden, der Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister war ausgelaufen. Vor einer erneuten Ausschreibung sei  beabsichtigt, mit den Einwohnern von Werder (Havel) und mit Fachleuten in einen umfassenden Diskussionsprozess über die langfristige Zukunft des Baumblütenfestes einzutreten. Das Baumblütenfest genießt eine herausragende Bedeutung für das Image des Staatlich anerkannten Erholungsortes, dem müsse Rechnung getragen werden.

„Wir möchten uns mit den Werderanern und den Stadtverordneten darüber unterhalten, wie es konzeptionell weitergeht“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Fragen, wie mit dem Thema Sicherheit und einem sich verändernden Publikum künftig umgegangen wird, hätten mit zum Scheitern der Vergabe beigetragen. Auch darum müsse es gehen, wenn man sich über die Zukunft des Festes unterhält, so Christian Große.

Die Aufhebung eines Vergabeverfahrens sei unbefriedigend, sie sei in diesem Fall aber eine Chance für eine nachhaltige Neuausrichtung dieses wichtigsten Jahresereignisses von Werder (Havel). „Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Werderanern und den Stadtverordneten gehen.“ Ein erstes Arbeitspapier dafür ist den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden und soll auf der nächsten Sitzung der Stadtverordneten diskutiert werden.

Bürgermeisterin Saß geht von einem breiten Konsens für das weitere Vorgehen in der Stadtverordnetenversammlung aus. „Unterm Strich wird es darum gehen, unter neuen Vorzeichen eine gemeinsame Basis für ein zeitgemäßes Baumblütenfest zu finden, das zugleich an dessen Ursprünge anknüpft“, sagt die Bürgermeisterin. Dafür werde man sich die Zeit nehmen, die benötigt wird.

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