#Kind angesprochen

Werder (Havel), Gluckstraße – 

Dienstag, 10.11.2020 – 

Am Dienstagmorgen, gegen 08:00 Uhr, lief ein Neunjähriger zur Schule. Im Bereich eines Torbogens sei dem Jungen ein Mann aufgefallen, der sich dort aufhielt. Der Junge lief daraufhin weiter zur Schule. Als der Junge dann gegen 14:30 Uhr die Schule verließ, soll ihn eben dieser Mann am Schultor angesprochen und gefragt haben, ob er Spaghetti essen möchte. Nach Aussage des Jungen habe er dies verneint und wollte sich entfernen, als der Unbekannte ihn am Arm festgehalten haben soll. Der Junge gab an, sich losgerissen zu haben und nach Hause gerannt zu sein.

Den Unbekannten beschrieb er wie folgt:

–          ca. 65 Jahre alt

–          weißes, kurzes Haar

–          weißer Oberlippenbart

–          normale Gestalt, normale Größe

–          „dunkles“ Gesicht

–          war bekleidet mit einer schwarz-blauen Jacke und einer schwarzen Hose

–          sprach Deutsch mit Akzent

die Kriminalpolizei führt nun die weiteren Ermittlungen. Sie bittet Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die hiermit in Verbindung stehen könnten, oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich an die Inspektion Potsdam, unter 0331-55080, zu wenden.

Die Polizei informiert zu diesem Thema:

Grundsätzlich wird die Polizei bei jedem, direkt an uns gemeldeten Sachverhalt aktiv. Jede Meldung wird sehr ernst genommen und intensiv geprüft, jedem Hinweis wird nachgegangen. Insbesondere wird Kontakt zu dem Kind, aber auch den zuständigen Behörden und Einrichtungen aufgenommen. Bei diesem wichtigen Thema gilt folgender Grundsatz in besonderem Maße:

Wachsamkeit und Sensibilität sind sehr wichtig, „Panikmache“ jedoch fehl am Platze.

Die Polizei rät:

Eltern sollten ihre Kinder zum Thema „Verhalten gegenüber fremden Personen“ sensibel und kindgerecht informieren. Wichtig ist, ihnen damit keine Angst zu machen. Auch die polizeiliche Prävention bietet für Schulen und Kindergärten altersgerechte Veranstaltungen zu diesem Thema an.

Zunächst sollten Eltern ihren Kindern grundsätzlich glauben, dass sich Sachverhalte auch so zugetragen haben, wie von den Kindern geschildert. Speziell geschulte Polizisten können bei der späteren Befragung diese Glaubhaftigkeit nochmals, gemeinsam mit den Eltern überprüfen.

Wenn Kinder durch Fremde angesprochen und/oder zum Mitgehen aufgefordert wurden, sollte dieses der Polizei direkt mitgeteilt werdenEine sofortige Meldung an die Polizei ist auch deshalb wichtig, weil sie nur so in der Lage ist, schnell, erfolgversprechende Fahndungsmaßnahmen einzuleiten.

 

In Bezug auf das undifferenzierte Weiterverbreiten von vermeintlich wahren Sachverhalten über soziale Medien sollte immer bedacht werden, dass dadurch bei vielen Eltern und auch Kindern Verunsicherung erzeugt wird. Sichere Informationsquellen zu derartigen Sachverhalten sind die Polizeimeldungen, da hier vor Veröffentlichung eine Prüfung stattfindet und alle wichtigen Umstände zusammengetragen werden, die für eine Information und ggf. gezielte Warnung oder Entwarnung der Bevölkerung notwendig sind.

 

TIPPs, die den Kindern sensibel und einfühlsam vermittelt werden sollten, ohne ihnen dabei Angst zu machen:

  1. Kinder sollten keinesfalls mit fremden Männern oder Frauen mitgehen, auch wenn diese ihnen etwas zeigen oder schenken wollen. (Tierbabys, kleinen Hund, Vögel, Spielzeug etc.)
  2. Grundsätzlich sollten Kinder keine Geschenke von Fremden annehmen (z.B. Geld, Süßigkeiten, Videospiele, Spielzeug).
  3. Sagen Sie Ihren Kindern, dass Sie (Eltern) niemals fremde Personen schicken würden, um sie abzuholen oder nach Hause zu fahren.
  4. Kinder sollten von fremden Personen, die sie ansprechen, immer zwei Armlängen (drei „Elefantenschritte“) Abstand halten.
  5. Sollten Kinder zum Mitgehen oder Einsteigen aufgefordert werden, sollten sie ohne Antwort weglaufen, sich jedoch nicht verstecken, sondern auf dem schnellsten Weg zu einer Vertrauensperson oder in ein Geschäft gehen und die Polizei und die Eltern verständigen.
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