Kinder allein im Netz: „WISO“-Doku über Risiken im Digitalen

Mit der Coronapandemie haben sich große Teile des Lebens ins Netz verlagert – und soziale Medien erleben einen hohen Zuspruch. Kinder und Jugendliche suchen ihre Identität verstärkt im Internet und probieren sich dort aus – auch mit Blick auf Themen wie Freundschaft und erste Liebe. Die „WISO“-Dokumentation „Kinder allein im Netz – Wie sicher sind TikTok & Co.?“, die ab Montag, 28. Juni 2021, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung steht, berichtet über die Risiken, denen Kinder dabei ausgesetzt sind.

Im Netz kommt es immer wieder zu Missbrauchsfällen, Identitätsdiebstahl und Mobbing. Das Problem: Die digitalen Welten liegen meist im Verborgenen, außerhalb der Reichweite der Erwachsenen. So konnte beispielsweise TikTok seine Beliebtheit im Jahr 2020 steigern wie kein zweites soziales Netzwerk. Dabei ist die App weit mehr als „lustige Filme mit Chartmusik“, zu denen Nutzerinnen und Nutzer ihre Lippen bewegen und tanzen. Experten weisen auf Probleme wie mangelnden Datenschutz und Schleichwerbung hin. Auch sogenannte Challenges, eine Art digitale Mutproben, erregen gerade weltweit viel Aufmerksamkeit.

Die „WISO“-Dokumentation bringt Eltern und ihre Kinder zusammen und lässt die jüngere Generation erzählen, was sie an den Social-Media-Plattformen reizt. Die Doku beleuchtet zudem die Gefahren von Cybergrooming, der Kontaktaufnahme mit dem Ziel des sexuellen Missbrauchs. Experten gehen davon aus, dass für jedes Kind, das im Netz aufwächst, das Risiko besteht, mit einem digitalen Sexualdelikt konfrontiert zu werden. Kann das neue Jugendschutzgesetz das verhindern?

Die „WISO“-Dokumentation von Simone Schaumberger und Markus Erwig geht diesen und anderen Fragen nach. Sie taucht ein in die Welten minderjähriger Mediennutzerinnen und -nutzer und beleuchtet deren Faszination für digitale Plattformen, aber auch die Chancen und Risiken, die diese bergen.

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