Kinder vor der vierten Infektionswelle schützen

Die Brandenburger FDP-Generalsekretärin Anja Schwinghoff fordert die Landesregierung auf, die Zeit der Sommerferien in Brandenburg dazu zu nutzen, die Teststrategie in den Grundschulen und Kindergärten umzustellen und dabei auf die Vorzüge der Corona-Pool-Tests zu setzen:

„Mit Beginn des neuen Schuljahres brauchen wir in den Brandenburger Grundschulen und Kitas eine neue Teststrategie. Zum einen haben wir aktuell niedrige Inzidenzwerte, zum anderen werden sich die gefährlichere Delta-Variante oder andere Mutationen weiter ausbreiten.

Deshalb bietet sich an, nunmehr auf die sensitiven PCR-Tests zu setzen, diese aber im Klassenverband bzw. in Kita-Gruppen zu poolen. Dabei muss die Probenentnahme und Durchführung gerade in den Kindertagesstätten möglichst einfach sein, damit viele mitmachen.

In Nordrhein-Westfalen werden die sogenannten PCR-Lollitests seit einiger Zeit landesweit an Grund- und Förderschulen durchgeführt. Die Schüler nehmen im Klassenraum die Probe selbst, indem sie an einem Wattestäbchen lutschen und es anschließend in ein gemeinsames Probengefäß werfen, das von einem PCR-Labor abgeholt wird.

Ist dieser Pool positiv, wird er aufgelöst, um herauszufinden, wer in der Klasse infiziert ist. Außerdem kann durch das PCR-Testverfahren direkt die Virusvariante bestimmt werden. Die Erfahrungen sind in Nordrhein-Westfalen positiv, da die Handhabung der Lollitests einfach ist und die Testergebnisse genauer sind als die bisher in Brandenburg verwendeten Antigenschnelltests. Gleichzeitig können mit Hilfe des Poolings Kosten eingespart werden.

Die Landesregierung darf die Sommerferien nicht verschlafen, damit in Brandenburg im neuen Schuljahr ein sicherer Präsenzunterricht in voller Klassenstärke möglich ist und auch die Kita-Kinder kindgerecht geschützt werden.“

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