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Klare Kante gegen Hass und Gewalt: Soziale Projekte von DB-Nachwuchskräften ausgezeichnet

Sieger:innen des Wettbewerbs „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ gewürdigt • Projekt „7 vs. Violence“ zum Thema Gewalt gegen Frauen aus Kiel gewinnt • Vorstandsvorsitzender Richard Lutz: „Hass und Hetze haben bei der DB keinen Platz.“

Klare Kante zeigen: Mit einem Projekt zum Thema Gewalt gegen Frauen haben Nachwuchskräfte der DB Regio AG den diesjährigen internen Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ gewonnen. Das Konzept umfasste unter anderem einen Flashmob, einen dreiteiligen Podcast mit betroffenen Frauen oder ein Interview mit einer Beraterin eines Frauenhauses. Die Projekte verbreiteten die Auszubildenden online sowie im eigenen DB-Betrieb.

Die Preisverleihung fand am Mittwochabend im Tempodrom in Berlin statt. Für einen prominenten Gastauftritt sorgte die Musikerin und Poetry-Slammerin Aylin Celik.

 

Dr. Richard Lutz gemeinsam mit dem Gewinnerteam 7 vs. Violence (Copyright: DB AG / Philipp von Recklinghausen)

DB-Chef Dr. Richard Lutz prämierte als Schirmherr des Wettbewerbs den ersten Platz: „Wir leben in besonders bewegten Zeiten mit großen Aufgaben – für uns als Bahn gilt das genauso wie für die Gesellschaft als Ganzes. Hass und Hetze haben bei der DB keinen Platz. Der Wettbewerb beweist, dass Toleranz und Offenheit, Zivilcourage und Solidarität auch von der neuen Generation Eisenbahnerinnen und Eisenbahner aktiv gelebt werden. Das macht mich stolz!“

Mit dem Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ würdigt die DB seit über 20 Jahren das Engagement ihrer Nachwuchskräfte für eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierung. Allein in diesem Jahr realisierten rund 370 Auszubildende und dual Studierende sowie 75 Mentor:innen über 50 Projekte und setzten so starke Signale für mehr Offenheit und Zivilcourage.

Der zweite Platz ging an Auszubildende der DB Fahrzeuginstandhaltung aus Dessau, die sich gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen stark machten: Sie stellten in Kooperation mit einem inklusiven Kindergarten sowie der Behindertenvertretung Dessau eigenständig ein Motorikspielzeug in ICE-Form her. Damit bieten sie ein Spielzeug, das sowohl von Kindern mit Einschränkungen als auch von Kindern ohne Einschränkungen genutzt werden kann.

Martin Seiler, DB-Vorstand Personal und Recht, Projektausrichter, verlieh den Preis für den zweiten Platz: „Unsere engagierten Nachwuchskräfte machen sich mit diesem Projekt stark für gegenseitigen Respekt und Chancengleichheit. Sie gehen mit gesellschaftlicher Vielfalt wertschätzend um und zeigen: bei der DB ist Diversität ausdrücklich erwünscht! Das ist gerade heute ein brandaktuelles Thema und wichtiger denn je. Ich finde es klasse, dass wir mit diesem Projekt ein klares Zeichen setzen.“

Für die Sensibilisierung zum Thema Cybermobbing erhielten Auszubildende der DB Fernverkehr AG in Nürnberg den dritten Preis. Sie produzierten einen hochwertigen Film über die Risiken und Folgen von Mobbing im Internet und rundeten das Projekt mit einem Infostand am Nürnberger Hauptbahnhof ab.

Daniela Gerd Tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik kürte Platz drei: „Hass und Hetze im Netz begegnen vielen Menschen leider täglich. Mehr denn je gilt es, aktiv zu werden, Zivilcourage zu zeigen und Stellung zu beziehen für ein tolerantes und respektvolles Miteinander − offline wie online. Unsere Bahn-Azubis haben einen emotionalisierten Weckruf gestartet, um Mobbing und Gewalt zu verurteilen, wann und wo immer sie auftreten.“

Neben den diesjährigen Siegerprojekten wurde während der Preisverleihung ein Publikumspreis durch ein Live-Voting gewählt. Gewonnen haben Auszubildende der DB Fernverkehr aus Dortmund, die eine Nikolausfahrt im IC für Kinder der onkologischen Station K41 Löwenherz der Dortmunder Kinderklinik organisiert haben.

Zusätzlich erhielten angehende Eisenbahner:innen der DB Regio NRW aus Köln den Nachhaltigkeitspreis für ein fortgeführtes Projekt aus einem Vorjahreswettbewerb. Gemeinsam mit Jugendlichen einer Schule drehten sie über zwei Tage einen achtminütigen Film, der die Schüler:innen zu den Themen Mobbing, Rassismus und Homophobie sensibilisieren sollte.

Über den Wettbewerb
Seit Wettbewerbsgründung im Jahr 2000 haben mehr als 13.000 Auszubildende der Deutschen Bahn aus dem ersten und zweiten Lehrjahr über 1.500 Projekte umgesetzt. Durch ihre Teilnahme sollen sich die Nachwuchskräfte frühzeitig mit den Werten des Konzerns auseinandersetzen. Ziel ist es auch, die Akzeptanz und Wertschätzung von Unterschieden zu fördern. Denn die DB ist davon überzeugt, dass divers aufgestellte Teams erfolgreicher sind. Allein in Deutschland arbeiten derzeit rund 220.000 Menschen mit mehr als 100 unterschiedlichen Nationalitäten und aus vier Generationen erfolgreich bei der DB zusammen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.

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