Werbeanzeigen

Kleine Germanen

Die Kritik ist sich einig: Der Film von Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger ist mutig und wichtig. Daher zeigt das Thalia KLEINE GERMANEN am kommenden Freitag, 10. Mai, um 19 Uhr in Anwesenheit beider Regisseure. Ebenfalls bei uns zu Gast ist Fabian Wichmann von EXIT-Deutschland.

Karten gibt es online auf www.thalia-potsdam.de oder telefonisch unter 0331-743 70 20 und an den Kinokassen.

Zum Film: Was geschieht, wenn du als Kind in einem rechtsextremem Umfeld aufwächst? Wie wirkt sich so eine Geisteshaltung später auf das Leben deiner eigenen Kinder aus? Elsa lernt auf Befehl des Großvaters Hitlers „Mein Kampf“ auswendig, kann natürlich auch den Hitler-Gruß. Als junge Frau heiratet sie den militanten, ausländerfeindlichen Schläger Thorsten und bekommt seine Kinder, die sie ebenfalls entsprechend rechtsextrem erziehen. Doch Thorsten landet im Knast. Nach seiner Entlassung wird er immer brutaler und Elsa will sich nicht nur trennen. Sie will aussteigen. Kann sie ihrer dunklen Vergangenheit wirklich entfliehen? Die in animierten Sequenzen nachgestellte Geschichte von Elsa werden klassische Interviews mit führenden Köpfen der Neuen Rechten wie Götz Kubitschek oder Martin Sellner gegenübergestellt, aber auch Aussteiger, Soziologen und Psychologen kommen zu Wort.

Zu den Regisseuren: Mohammad Farokhmanesh, geboren 1971 in Schiraz / Iran, gründete im Jahr 2000 gemeinsam mit Frank Geiger und Armin Hofmann seine eigene Produktionsfirma „brave new work film productions“. Bislang realisierte er mehr als 20 Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme.

Frank Geiger, geboren 1969 in Villingen-Schwenningen, arbeitet seit Anfang der 1990er in der Filmbranche. Erst als freier Producer im Bereich Werbefilm, parallel dazu als Drehbuchlektor und seit 2000 als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. U.a. produzierte er die Agentenfilm-Parodie DIE MAMBA, mit Christoph Maria Herbst.

Zu EXIT-Deutschland: Im Jahr 2000 gegründete Initiative des Zentrums Demokratische Kultur (ZDK), um Aussteigewilligen aus der rechtsextremen Szene ebenso zu helfen wie Familien, die ihre Angehörigen aus der rechtsradikalen Bewegung lösen wollen. Initiatoren sind der Kriminalist und pensionierte Kriminaloberrat Bernd Wagner und der ehemalige Neonazi-Führer Ingo Hasselbach. Sie gründeten mit Hilfe der Amadeu-Antonio-Stiftung und der Freudenberg-Stiftung EXIT-Deutschland. Seit 2015 wird EXIT im Rahmen des Programms der Bundesregierung Demokratie leben! gefördert. Ob die Förderung nach 2019 verlängert wird, ist bislang nicht bekannt.

Fabian Wichmann ist Mitarbeiter der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH, Berlin, dort in der Ausstiegshilfe von EXIT-Deutschland und im Social Media Management tätig. Wichmann ist Verfasser diverser Publikationen und Analysen im Bereich Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung und Initiator der vielfach prämierten Initiativen Rechts gegen Rechts und #HassHilft. Wichmann twittert regelmäßig unter @fbnwcmn.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: