Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen zum Weltkindertag

Anlässlich des heutigen Weltkindertages ruft die Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen der Landeshauptstadt Potsdam, Stefanie Buhr, dazu auf, die Bedürfnisse der Kleinsten und Schwächsten in der Gesellschaft zu achten. Insbesondere arme und von Armut bedrohte Kinder gelte es besonders zu fördern und zu unterstützen.

„Jedes 5. Kind in Deutschland lebt in Armut. Das sind 2,8 Millionen unter 18-Jährige, die in der Bundesrepublik unter erschwerten Bedingungen ihren Alltag bestreiten müssen. Die Armut hat Folgen für ihr gesamtes Leben – ihre  Berufswahl, ihr Freizeitverhalten, ihre körperliche und psychische Gesundheit, ihre Familienplanung sowie ihre eigenen Wünsche, Vorstellungen und Ansprüche an ihr Leben“, so Buhr. „Die Bekämpfung von Armut ist komplex, vielschichtig und systemisch. Dennoch ist dies kein Grund, vor dieser Tatsache die Augen zu verschließen, sondern es ist Zeit, dass an dieser Stelle wieder politische Schritte unternommen werden, diese Ungleichheiten auszubalancieren können.“

Die Corona-Pandemie verschärft die Problematik der Kinderarmut, denn die Eltern der benachteiligten Kinder und Jugendlichen trifft die Corona-Krise besonders hart: Sie arbeiten häufig in Teilzeit oder in prekären Arbeitsverhältnissen, werden als erstes gekündigt oder erhalten seit Monaten wenig oder gar kein Kurzarbeitergeld. „Es ist zwingend notwendig, der Verschlechterung der Situation von Kindern entgegenzuwirken. Ebenso ist eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gefragt, um ihren Bedürfnissen und Bedarfen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich wünsche mir für unsere Kinder, dass dieses Thema deutlich mehr ernsthaftes Interesse erfährt und neben allen anderen Problemen die diese Krise hervorruft, den Kindern der Vorrang gewährt wird“, sagt Buhr unter Verweis auf die UN-Kinderrechtskonvention. „Kinder benötigen unseren Schutz, unsere Förderung und eine ernstzunehmende Beteiligung bei der Wahrnehmung ihrer Rechte. Wenn wir diesen Schwerpunkt nicht setzen, werden wir in den nächsten zehn Jahren die Auswirkungen dieser mangelhaften Initiative für unseren Nachwuchs spüren“, so Buhr abschließend.

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