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Kränze zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen niedergelegt

Landrat Ludger Weskamp, Bürgermeister Alexander Laesicke und
Gedenkstättendirektor Axel Drecoll gedachten in stiller Trauer der Opfer

„Oberhavel ist der einzige deutsche Landkreis mit zwei KZ-Gedenkstätten. Das stellt ihn in eine
besondere Verantwortung vor der Geschichte und in der Gegenwart. Heute genau vor 75
Jahren befreiten sowjetische und polnische Truppen das Konzentrationslager Sachsenhausen;
das KZ Ravensbrück wurde am 30. April von der Roten Armee befreit. Bis heute ist die
Erinnerung an diese Ereignisse lebendig und schmerzlich zugleich“, sagte Landrat Ludger
Weskamp am Mittwoch im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen.
Er sowie Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke und der Direktor der GedenkstättenStiftung, Axel Drecoll, hatten dort gemeinsam Kränze im Gedenken an die Opfer und an die
Ereignisse vor 75 Jahren niedergelegt. Wegen der Coronapandemie ist die Gedenkstätte
Sachsenhausen für den Besucherverkehr geschlossen. Alle geplanten Veranstaltungen rund
um den Jahrestag mussten abgesagt werden. Stattdessen erinnerte die Gedenkstätte am
19.04.2020 mit einem „Online-Jahrestag“ in ihren Social-Media-Kanälen und auf der
Homepage an das Ereignis, was große internationale Aufmerksamkeit gefunden hatte.
„In tiefer Trauer gedenken wir heute stellvertretend für die dutzenden Überlebenden und ihrer
Angehörigen, die dieser Tage eigentlich noch einmal an den Ort ihrer Qualen und Alpträume
zurückkommen wollten, der Opfer. Es ist uns ein Bedürfnis und eine Ehre, an diesem Ort das
Anliegen der Überlebenden in die Zukunft zu tragen. Die Erinnerung an die Opfer von
Sachsenhausen und Ravensbrück zu bewahren – das ist ihr Auftrag an uns“, so Weskamp.
Bürgermeister Alexander Laesicke sagte: „Es jährt sich ein Ereignis zum 75. Mal, das für mich
persönlich und für die Stadt Oranienburg eine zentrale Bedeutung hat. Anlässlich dessen sollte
in der Gedenkstätte eigentlich eine Sonder-Stadtverordnetenversammlung stattfinden. Ich
bedaure zutiefst, dass dies aus aktuellem Anlass nicht möglich ist. Der Tag lässt uns innehalten und der vielen Opfer gedenken, die der Nationalsozialismus auch auf
Oranienburger Boden gefordert hat. Wir sind uns der historischen Verantwortung bewusst, die
daraus erwächst. Solidarität, Mitmenschlichkeit und Toleranz sind die Werte, die uns als
Gesellschaft starkmachen. Alles andere führt geradewegs ins Unglück.“
„Obwohl die Gedenkveranstaltungen abgesagt werden mussten, haben uns zum 75. Jahrestag
der Befreiung zahlreiche Kränze im ehrenden Gedenken an die Opfer des KZ Sachsenhausen
erreicht – von der Bundes- und Landesregierung, Opferverbänden und ausländischen
Botschaften“, sagte der Direktor der Gedenkstätten-Stiftung, Axel Drecoll. „Wir sind dankbar,
dass der Landrat und der Bürgermeister heute, am historischen Jahrestag der Befreiung,
persönlich Kränze an der ,Station Z‘ niedergelegt haben. Gerade heute ist es wichtig, an die
elementare Bedeutung von Freiheit, Menschenwürde und internationaler Verständigung zu
erinnern.“

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