Kreisstraßenmeisterei in Winterdienstsaison stark gefordert

Mitarbeiter sorgen derzeit im Zweischichtbetrieb für freie Kreisstraßen

Die Kreisstraßenmeisterei ist in der laufenden Winterdienstsaison stark gefordert. Neuschnee in erheblicher Menge, starker Wind und daraus resultierende Verwehungen mit bis zu einem Meter Höhe stellen derzeit die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei vor große Herausforderungen.

Aktuell sind seit Ende Januar zwölf Mitarbeiter, davon zwei Saisonkräfte und eine Krankheitsvertretung, im Zweischichtbetrieb auf den Kreisstraßen und bei entsprechenden Verträgen auch innerorts im Einsatz. Bis zum heftigen Schneeeinbruch erlaubte es die Witterungslage, die Straßen im Einschichtbetrieb vorwiegend zur Abstumpfung zu streuen.

Für die Straßenwärter der Kreisstraßenmeisterei bestehen in diesem Jahr die Herausforderungen auf Grund der angespannten Personalsituation vor allem im zurzeit permanenten Schichtdienst, dem Wind und den erheblichen Schneemengen in relativ kurzer Zeit. Vergleichbare Bedingen gab es zuletzt im Winter 2012/2013.

Nach Ankündigungen des aktuellen Wetterberichts ist noch bis Ende der nächsten Woche mit Frost, teilweise auch tagsüber im zweistelligen Minusbereich zu rechnen. Bis zum Wochenende soll es jedoch zu keinen nennenswerten Schneefällen mehr kommen.

Aus dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherungspflicht besteht eine Streupflicht bei Glatteis nur an besonders gefährlichen und verkehrswichtigen Stellen. Innerhalb von Ortsdurchfahrten sind die Gemeinden für die Räum- und Streudienste und für die Reinigung der Straßen zuständig.

Nach Angaben der Kreisstraßenmeisterei wird vor Beginn der Wintersaison jeder Mitarbeiter frühzeitig über die Einsatzpläne unterrichtet und weiß, an welchen Tagen er bis zum 31. März für den Winterdienst bereit sein muss. Die Räum- und Streupläne, in denen die Reihenfolge der zu streuenden Strecken vorgegeben ist, stehen fest. Seit Beginn der Saison im November 2020 wurden bis heute 43 Streu-/Räum- und Kontrolleinsätze z.T. zweischichtig gefahren. Dabei wurden rund 420 Tonnen Streusalz und 178 Tonnen Sole ausgebracht. Ständiger Nachschub ist gesichert.

Der Winterdienst wird in unserem Landkreis auf der Grundlage der Vorhersage des Wetterdienstes der Meteogroup geleistet. Sechs Streu- und Räumfahrzeuge, ein Ersatzfahrzeug sowie Radlader und Bagger sind auf rund 240 Kilometern Fahrbahn im Landkreis Elbe-Elster im Einsatz. Drei leistungsfähige Anlagen sichern die Bereitstellung von ausreichend Sole ab. Auf Vertragsbasis wurden drei Schneepflüge Fremdfirmen zur Verfügung gestellt, die damit ebenfalls auf Kreisstraßen im Einsatz sind.

In allen Betriebsteilen sind die Schneezäune für die Sicherung eines reibungslosen Verkehrs aufgestellt. Insgesamt kommen im Winterdienst auf rund 9,4 Kilometern Kreisstraßen Schneezäune zum Einsatz. Trotzdem sind in diesem Jahr vermehrt Schneewehen zu beseitigen, denn die Aufstellung der Zäune erfolgte dort, wo üblicherweise mit Wind aus westlicher und nicht wie zurzeit aus östlicher Richtung zu rechnen war.

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