Kreistagsvorsitzender und Landrätin gedenken der Holocaust-Opfer

An die Opfer des Nationalsozialismus erinnern Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum und Landrätin Kornelia Wehlan aus Anlass des jährlichen Gedenktages am 27. Januar. Er wird seit 1996 in Deutschland begangen und wurde 2005 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

Einsatz für Demokratie und Menschenwürde

„Der Holocaust-Gedenktag dient der Erinnerung. An die Opfer, an das Leid, den Schmerz und den Verlust. Dieser Tag symbolisiert die Befreiung von Terror und Vernichtung und ist zugleich eine Mahnung: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Erinnerung an den Holocaust nicht verblasst. Der beispiellose Völkermord an 6 Millionen europäischen Juden wie auch das Leiden und Sterben Millionen weiterer Opfer des Nationalsozialismus bleiben unvergessen. Es bleibt unsere Pflicht, uns diese grauenhaften Verbrechen immer wieder vor Augen zu führen, damit sich so etwas nie wiederholen kann. Wir alle sind deshalb aufgerufen, Hass und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Wir müssen uns immer wieder für unsere Demokratie, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Achtung der Menschenwürde jedes Einzelnen ensetzen“, betont Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum.

Er macht darauf aufmerksam, dass der Gedenktag in diesem Jahr eine besondere Aktualität erfährt: Vor genau 80 Jahren, am 20. Januar 1942, wurde bei der sogenannten Wannseekonferenz der bereits begonnene Holocaust an den Juden im Detail organisiert. „Dazu gab es dieser Tage einen beeindruckenden Fernsehfilm und eine erschütternde Dokumentation“, so der Kreistagsvorsitzende. „Einmal mehr wird deutlich, welch unendliches Leid der Nationalsozialismus gebracht hat – über Menschen aus dem eigenen Land, aber vor allem auch über die Völker dieser Welt. Und das dürfen wir nie vergessen.“

Besondere Verantwortung für den Frieden

Landrätin Kornelia Wehlan: „Ich denke, dass wir hier im Landkreis Teltow-Fläming eine besondere Verantwortung für den Frieden tragen, denn unsere Region war ein bedeutender Militärstandort und ein Zentrum der Rüstungsforschung für den Zweiten Weltkrieg. 18 Prozent der heutigen Kreisfläche, also fast ein Fünftel des Territoriums, wurde einst militärisch genutzt. Die einstigen Stätten von Krieg und Gewalt mahnen zum Frieden. Es ist unsere Aufgabe, nachfolgenden Generationen die leidvolle Geschichte von Krieg und Gewalt zu übermitteln, damit es nie wieder dazu kommt.“

Sie erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Friedensbotschaften aus unserer Region: „Ich denke daran, dass Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 vom Flughafen Rangsdorf aus startete, um das Attentat auf Hitler zu verüben. Ich denke an die vielen mutigen Menschen, die in unserer Region dem Naziregime Widerstand leisteten und dafür mit ihrem Leben oder Haft zahlten. Und ich denke an diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich heute dafür engagieren, dass Krieg und braune Gewalt nie wieder eine Chance haben.“

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