Krönender Abschluss: 239 stolze Absolventen und Absolventinnen erhalten Meisterbriefe

Potsdam. 239 Frauen und Männer feiern ihren Aufstieg in die Champions League des deutschen Handwerks. In einer mehr als herausfordernden Zeit schrieb jeder von ihnen seine ganz eigene Erfolgsgeschichte. Eine Zeit der Mühen und Anstrengungen krönen sie nun mit einem bedeutenden Moment: Im Rahmen eines Festaktes im Filmpark Babelsberg erhielten sie aus den Händen des Handwerkskammerpräsidenten Robert Wüst und des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, ihre Meisterbriefe.

Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, gratulierte der neuen Führungselite des Handwerks und hob die Bedeutung eines Meistertitels als Qualitätssiegel für Kunden, Partner oder Arbeitgeber hervor. Mit Blick auf die vergangenen Monate der Pandemie unterstrich er: „Sie sind ein ganz besonderer Jahrgang. Unter erschwerten Bedingungen absolvierten Sie Ihre Meisterschule und die Prüfungen. Diese Zeit verlangte Ihnen nicht nur beruflich und privat, sondern auch während der Fortbildung alles ab. Sie haben es geschafft. Und darauf können Sie und Ihre Familien stolz sein. Mit Ihrem Abschluss sind Sie die Expertinnen und Experten, die in Tagen wie diesen gefragt sind. Weltweit, in Deutschland, in Ihren Heimatregionen. Die Corona-Pandemie zeigt eindrucksvoll, welche gesellschaftliche Bedeutung Sie als Handwerkerin und Handwerker genießen. Sie halten die Wirtschaft am Laufen. Sie bilden aus. Sie gründen. Sie übernehmen Handwerksbetriebe, führen Traditionen fort und überführen jahrhundertealtes Handwerkswissen in eine neue Zeit. Ihr Meisterbrief ist sichtbares Zeugnis für Ihr Wissen, Können und Durchhaltevermögen. Sie sorgen für Stabilität in den Regionen unseres Landes. Das kann man nicht genug hervorheben. Dafür kann man nicht genug danken!“

Wüst sprach auch den Dozenten, ehrenamtlichen Prüfern und Mitgliedern der Prüfungsausschüsse, die die Fortbildung unter strengen hygienischen Bedingungen realisierten, seine Anerkennung und den Dank aus.

Prof. Jutta Allmendinger unterstrich in ihrer Festrede: „Bis heute singen Kinder das Lied von den fleißigen Handwerkerinnen. Zu Recht. Unser tägliches Leben wäre unvorstellbar ohne Elektrikerinnen, Bäcker, Friseure, Schornsteinfegerinnen, Maurer, Mechanikerinnen. Diese Berufe gibt es seit langem, und doch haben sie sich sehr verändert. Hut ab vor all jenen, die Großes leisten für uns alle und doch zu wenig gesehen und geschätzt werden.“

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gratulierte den neuen 61 Meisterinnen und 178 Meistern und sagte: „Die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land ist meisterlich! Jungmeisterinnen und Jungmeister wie Sie tragen einen besonderen Anteil an dieser Entwicklung. Dafür danke ich Ihnen heute ganz besonders. Sie haben trotz der pandemischen Herausforderungen gezeigt, dass ein robustes Handwerk das Rückgrat der brandenburgischen Wirtschaft bildet. Ebenso ist die Ausbildungssituation in Brandenburg dank der vielen engagierten Ausbildungsbetriebe und modernen Ausbildungsstätten aussichtsvoll und macht Mut, denn das Land braucht dringend Fachkräfte. Immer mehr junge Menschen erkennen: Gute Arbeit gibt es hier in der Heimat Brandenburg. Sie als Fachkräfte sind die Triebfeder für Stabilität und eine gute Entwicklung in unserem Land. Danke für Ihr Engagement. Das Land Brandenburg setzt auf Sie!“

Von Augenoptiker bis Tischler: 13 Gewerke freuen sich auf neue Meisterinnen und Meister. Der geballte Führungskräftenachwuchs vertritt Augenoptiker, Bäcker, Dachdecker, Elektrotechniker, Friseure, Installateure und Heizungsbauer, Konditoren, Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Metallbauer, Schornsteinfeger sowie Tischler.

Das Durchschnittsalter des diesjährigen Meisterabschlussjahrganges 2020/2021 beträgt 32 Jahre. Dass der Meisterbrief nicht an ein Alter gebunden ist, beweisen zwei Zeugnisempfänger: Die jüngste Meisterin war am Tag ihrer letzten Prüfungsleistung 20 Jahre alt, der erfahrenste 57.

Die meisten neuen Meister verzeichnet mit 44 erfolgreichen Absolventen das Elektrotechniker-Handwerk, gefolgt von den Landmaschinenmechanikern (28), den Friseuren (27) sowie den Kraftfahrzeugtechnikern (25). Der höchste Anteil an weiblichen Absolventen findet sich im Konditoren- (18) und Friseurhandwerk (22).

Im Rahmen der Festveranstaltung wurde außerdem der beste Absolvent des Jahrgangs für seine Prüfungsergebnisse geehrt. Aus den Händen des Präsidenten Robert Wüst, des Ministerpräsidenten Woidke und der Festrednerin nahm Elektrotechnikermeister David Kurr aus Potsdam als bester Meister aller Gewerke den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis der Handwerkskammer Potsdam entgegen. Er hat damit die Möglichkeit, sich zum „Geprüften Betriebswirt nach der HWO“ weiter zu qualifizieren.

 

144 neue Meisterinnen und Meister kommen in diesem Jahr aus dem Kammerbezirk Potsdam. Verteilt auf die Landkreise und kreisfreien Städte sieht dies wie folgt aus: Landkreis Prignitz – 8, Landkreis Ostprignitz-Ruppin – 17, Landkreis Oberhavel – 14, Landkreis Havelland – 30, Landkreis Potsdam-Mittelmark – 26, Landkreis Teltow-Fläming – 19, Stadt Brandenburg an der Havel – 10, Stadt Potsdam – 20.

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