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„Kunst statt Denkmal“ am Carthausplatz wird 2020 fortgesetzt

Am 8. und 9. Mai 2020 demontierte der Künstler Hannes Forster sein „Kriegedenkmal“ am Carthausplatz, um Platz für ein neues Kunstwerk zu schaffen. Bereits seit 2014 werden auf dem leeren Sockel des verschwundenen Denkmals an das Telegraphen-Bataillon Nr. 2 wechselnde Kunstwerke von regionalen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert.

2014 begann Sabine Heller die Idee, einen verlassenen Sockel als Standort für temporäre zeitgenössische Kunstwerke zu nutzen und der Kunst somit ein Denkmal zu setzen, in die Tat umzusetzen. Ihr folgte 2015 Marion Sander mit ihrem Kunstwerk „Frankfurter Kreise“ und 2016 Hannes Forster.

Forster mauerte 400 Ziegelsteine spiralförmig auf dem Sockel auf, wobei diese Steine für die vergangenen 400 Jahre in Europa stehen. Von diesen Steinen wurden diejenigen mit einer Jahreszahl gestempelt, in denen ein Kriegsereignis oder eine Attacke auf die Souveränität eines Landes stattfand. Die leeren Steine standen dabei für Friedensjahre. Mit diesem Kunstwerk wandelte Forster das ursprüngliche Kriegerdenkmal in ein Kriegedenkmal um, das die Kontinuität bewaffneter Auseinandersetzungen herausstellt.

Nach einer dreijährigen Pause wird das „Kunst statt Denkmal“-Projekt am Carthausplatz nun unter der Trägerschaft des Vereins Kunstgriff. Sieć kulturalna – Netzwerk für Kultur e.V. mit einem Kunstwerk des Berliner Künstlers Pit Arens weitergeführt. Der Entwurf des Künstlers wurde bereits vom Beirat für Stadtgestaltung und Kunst im öffentlichen Raum genehmigt und kann im Herbst 2020 ausgeführt werden.

Bei Rückfragen steht Magdalena Scherer (Kulturbüro, SB Bildende Kunst und Kulturförderung) telefonisch unter 0335 55378-335 bzw. per E-Mail an Magdalena.Scherer@kultur-ffo.de zur Verfügung.

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