„lAbiRynT“ zieht 2020 in den virtuellen Raum

Das Festival für Neue Kunst „lAbiRynT“ und die bereits jetzt im Vorfeld beginnende Akademie für Fotografie- und Multimediainteressierte Laien und Profis finden dieses Jahr zur einen Hälfte virtuell, zur anderen Hälfte im realen Raum statt. Veranstalter sind das kommunale Słubicer Kulturhaus SMOK sowie der Verein Słubfurt e.V. auf deutscher Seite, wie die Pressestelle der Gemeinde Słubice informiert.

Das seit 2010 jährlich in Słubice und Frankfurt (Oder) organisierte Festival basiert auf einem dreitägigen Veranstaltungszyklus von Freitag, 23. Oktober bis Sonntag, 25. Oktober 2020 der sich aus Ausstellungen, Vorführungen, Seminaren, Vorträgen und Treffen mit bis zu einhundert Kunstschaffenden zusammensetzt. Veranstaltungsort ist das SMOK. Künstlerinnen und Künstler aus Polen, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Italien, den USA, Japan und anderen Ländern sind eingeladen, ihre Werke zu präsentieren.

Aufgrund der Corona-Krise wird es den traditionellen dreitägigen „Spaziergang“ mit den Kunstschaffenden von Ort zu Ort nicht geben. Obgleich die direkte Begegnung den Charme des Festivals charakterisiert, gehen die Organisatoren Anna Panek-Kusz und Michael Kurzwelly mit dem diesjährigen Festival neue Wege.

Sowohl die Akademie als auch das Festival werden 2020 coronabedingt aus einem Programm bestehen, das teilweise im virtuellen, teilweise im realen Raum stattfinden wird. Die verschiedenen Ausstellungsorte in beiden Städten werden dann ganztags geöffnet sein. Im Kinosaal des Słubicer Kulturhaus wird in Zusammenarbeit mit dem Słubicer Lokalfernsehsender HTS ein Festivalstudio eingerichtet, das während des gesamten Festivals eine Liveübertragung ins Internet vornimmt. 30 Künstlerinnen und Künstler werden anreisen, alle anderen sind über das Internet miteinander verbunden. Die neue Form ermöglicht es auch, dass weitere Ausstellungsorte in Poznań, Düsseldorf, Berlin und Japan hinzukommen, die virtuell mit dem Festival verknüpft sein werden.

Die Workshop Treffen der „lAbiRynT-Akademie“ werden anfangs nur in Form von Videomeetings möglich sein, später – je nach geltender COVID-19 Eindämmungsverordnung – vereinzelt im realen Raum. Anmeldungen zu den Workshops sind weiterhin möglich.
Der Berliner Künstler Jan Poppenhagen lädt zu einem Instagram-Workshop ein, bei dem die Potentiale dieser App auch für Kunstschaffende, insbesondere für Fotografen, entdeckt werden können. Anne Peschken und Marek Pisarsky bieten eine fotografische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der deutsch-polnischen Grenzregion an. Janusz Oleksa aus Poznań bietet eine fotografische Spurensuche nach zu ungewöhnlichen Orten an und der in Polen bekannte Dokumentarfilmer und Fotograf Mariusz Konopka führt die Teilnehmenden in Beleuchtungstechnik sowie den Aufbau eines inszenierten Bühnenbildes ein. Auch die beiden Organisatoren bieten Workshops an. Während Michael Kurzwelly Teilnehmende in ihrem individuellen künstlerischen Weg begleitet, lädt Anna Panek-Kusz dazu ein, nur mit Bildern und den sie auslösenden Assoziationen zu kommunizieren.

Ausgewählte Ergebnisse werden im Rahmen des Festivals in der Frankfurter Volkshochschule präsentiert.

Das Workshop-Programm und weitere Informationen zum Festival stehen online auf www.labirynt.slubice.eu zur Verfügung.

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