Land fördert erstes Coworking Space in der Innenstadt von Gifhorn

Gifhorn. Das Land Niedersachsen fördert die Pläne der Stadt Gifhorn für einen ersten Coworking-Space in der Innenstadt. Regionalministerin Birgit Honé übergab am (heutigen) Freitag einen Förderbescheid in Höhe von 162 000 Euro aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“. Inklusive des 60prozentigen Landesanteils stehen damit für die geplante Einrichtung 270 000 Euro zur Verfügung. Geplant sind sieben feste und vier flexible Arbeitsplätze auf einer Fläche von 200 Quadratmetern. Ein Coworking Space bietet ähnlich wie eine Bürogemeinschaft Interessierten aus verschiedenen Bereichen Arbeitsplätze und technische Infrastruktur.

„Coworking Spaces sind gerade in Zeiten digitaler Arbeit und von Corona interessant“, sagte Regionalministerin Birgit Honé bei der Bescheidübergabe. Sie hoffe, dass das Projekt zum wirtschaftlichen und kreativen Leuchtturm für die Region werde. „Gut gemacht, bieten Coworking Spaces insbesondere Mittelzentren viele Chancen für eine nachhaltige Entwicklung. Sie können Innenstädte beleben, den beruflichen Austausch fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und durch kürzere Pendlerwege Ressourcen schonen und Flexibilität verbessern“, sagte die Ministerin. Da viele Experten dem Leben und Arbeiten jenseits der Großstadt nach Corona eine Renaissance vorhersagten, passe dies hervorragend in die „Zukunftsräume“. Mit dem Programm will das Regionalministerium die Resilienz von Klein- und Mittelzentren als Ankerpunkte im Flächenland Niedersachsen stärken.

„Das Bedürfnis nach neuen Arbeitsformen ist keine Frage der Metropolen. Auch in Gifhorn gibt es viele kreative Köpfe, die andere Anforderungen an ihren Arbeitsplatz haben und denen wollen wir gerecht werden“, sagt der Gifhorner Bürgermeister Matthias Nerlich. „Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass unser attraktives Co-Working-Projekt mit ins Förderprogramm aufgenommen wurde und wir heute zur Übergabe des Förderbescheides die Regionalministerin Birgit Honé persönlich begrüßen können.

Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung für den Amtsbezirk Braunschweig, Dr. Ulrike Witt, gab sich sehr erfreut über die Förderung: „Arbeiten in kreativen Räumen, die Möglichkeit, sich Netzwerke zu schaffen und zu pflegen, Anziehungspunkt und Unterstützung für Start-ups, flexible Arbeitszeiten, ein Treffpunkt auch für Vereine und Kulturschaffende und nicht zuletzt auch die Belebung der Innenstädte: Coworking-Spaces sind in vielerlei Hinsicht nutzbar. Der Stadt Gifhorn wünsche ich bei der Umsetzung dieses Projektes und für das Erreichen der gesetzten Ziele viel Erfolg“, sagte Witt.

 

Hintergrund:

Das Programm „Zukunftsräume“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich vor allem an Klein- und Mittelzentren ab 10 000 Einwohnern. Mit dem Programm werden besonders stadtregionale Kooperationen und Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Versorgung und Attraktivität in den Zentren gefördert. Seit 2019 wurden niedersachsenweit 41 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 8,3 Millionen Euro bewilligt und im Zuge der vierten Förderrunde werden 19 weitere Projekte in das Programm aufgenommen. Nach einer ausgesprochen positiv ausgefallenen externen Evaluation soll das Programm auch 2022 fortgesetzt werden.

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