Landesgartenschauen in Brandenburg: Zielgerade für Beelitz 2022 – Startschuss der Landesregierung für LAGA 2026

Die Landesregierung wird die Ausrichtung der Landesgartenschau (LAGA) im Jahr 2026 unterstützen. Nach dem entsprechenden heutigen Kabinettsbeschluss wird das Landwirtschaftsministerium die achte LAGA in Brandenburg für das Jahr 2026 ausschreiben. Während sich interessierte Kommunen um das prestigeträchtige Event bewerben können, geht die Stadt Beelitz als nächster Austragungsort der LAGA 2022 mit ihren Vorbereitungen für das „Gartenfest für alle Sinne“ schon auf die Zielgerade. Den aktuellen Stand der Vorbereitungsarbeiten stellte heute im Anschluss an die Kabinettssitzung Landwirtschaftsminister Axel Vogel gemeinsam mit dem Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth vor.

 

Axel Vogel: „Landesgartenschauen fördern das Image, die Identität und den Bekanntheitsgrad einer Kommune. Sie stärken die eigene städtische und ländliche Entwicklung sowie den Bürger- und Gemeinschaftssinn – und das sowohl im Vorfeld, bei der Durchführung und im Nachgang einer LAGA. Diese Effekte sind bei der Vorbereitung der Schau in Beelitz schon greif-, sicht- und spürbar. Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zur Fortführung der Landesgartenschau im Jahr 2026 setzen wir die Vereinbarung der Regierungsfraktionen im Koalitionsvertrag um. Damit geben wir gerade auch in der Corona-Pandemie Perspektiven für einen neuen nachhaltigen Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben unseres Landes. Die Abstimmungen zwischen den Ministerien sind gelaufen, sodass wir in den nächsten Wochen zur Interessenbekundung als ersten Schritt im Vergabeverfahren aufrufen können.“

 

In gut 400 Tagen, am 14. April 2022, startet die siebte Landesgartenschau als „Gartenfest für alle Sinne“ in der Stadt Beelitz. Das 15 Hektar große LAGA-Gelände wird als Freizeit- und Erholungsareal ausgestaltet. Rund sechs Kilometer umfassende Wegestrukturen sind neu angelegt worden. Bereits im Herbst 2020 wurden 60 Kopf- und Silberweiden sowie Ulmen, Maulbeer- und Obstbäume gepflanzt; auf 4.800 Quadratmeter werden mehrjährige Stauden erblühen. Ein rund 6.000 Quadratmeter großer Spiel- und Sportbereich für unterschiedliche Altersgruppen mit verschiedenen barrierefreien Spielgeräten wird wie viele andere Bausteine der LAGA auch über das Ende der Schau hinaus nach dem 31. Oktober 2022 genutzt werden können.

14 wechselnde, von Brandenburger und Berliner Gärtnerinnen und Gärtnern ausgerichtete Hallenschauen bekommen ihren Platz in der Kirche St. Marien-St. Nikolai im Zentrum der historischen Altstadt. Das bei Landesgartenschauen schon traditionelle Grüne Klassenzimmer wird seinen Lern- und Erlebnisort direkt an der Nieplitz im Naturpark Nuthe-Nieplitz haben. Das Landwirtschaftsministerium hat für die investive Vorbereitung der LAGA Beelitz bisher rund 6,5 Millionen Euro LEADER-Mittel und für die Unterstützung der Leistungspräsentation des gärtnerischen Berufstandes rund 700.000 Euro Landesmittel bereitgestellt.

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth freut sich darauf, im kommenden Jahr Gastgeber der LAGA zu sein, deren Konzept den Anforderungen einer wachsenden Stadt und den Bedürfnissen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihrer Gäste Rechnung trägt. „Bei allen Investitionen steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Uns kommt es darauf an, für die Bürgerinnen und Bürger in der Region eine noch bessere Lebensqualität zu schaffen. Die Landesgartenschau ist zudem eine große Chance, die Menschen für den Klimaschutz zu sensibilisieren, beispielsweise durch die Erhaltung der Artenvielfalt und nachhaltige Bewässerungsmethoden“, so Bernhard Knuth.

Beim Regionalmarkt in der Innenstadt rund um die Kirche ist der Name Programm: In Zusammenarbeit mit fünf LEADER-Aktionsgruppen werden ausschließlich regionale Erzeugerinnen und Erzeuger ihre Produkte anbieten. Gäste können sich dort auf Pflanzen und Lebensmittel sowie Kunsthandwerk aus der Uckermark, dem Spreewald, dem Havelland und den Regionen Fläming-Havel und Teltow-Fläming sowie kulinarische Köstlichkeiten freuen.

Parallel zu den Vorbereitungen auf die Landesgartenschau in Beelitz startet in diesem Jahr das Auswahlverfahren für die Landesgartenschau 2026. Nach einem in wenigen Wochen beginnenden Interessenbekundungsverfahren erhalten in einer zweiten Stufe die Städte, die die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer LAGA erfüllen, die Möglichkeit, detaillierte Bewerbungsunterlagen im Agrar- und Umweltministerium einzureichen. Bis April 2022 soll feststehen, welche Stadt den Staffelstab zur Ausrichtung der LAGA 2026 von Beelitz übernehmen wird.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein bereits guter Stand in der städtebaulichen und infrastrukturellen Entwicklung. Die Landesregierung wird die austragende Kommune und den gärtnerischen Berufsstand mit Mitteln aus bestehenden Förderprogrammen gezielt unterstützen.

Seit dem Jahr 2000 hat das Land Brandenburg sechs Landesgartenschauen durchgeführt:

Luckau (2000) – „Ein Blütenfest zwischen historischen Mauern“

Eberswalde (2002) – „Blumenträume am Finowkanal“

Rathenow (2006) – „Den Farben auf der Spur“

Oranienburg (2009) – „Traumlandschaften einer Kurfürstin“

Prenzlau (2013) – „Die Grüne Wonne“

Wittstock/Dosse (2019) – „Rundum schöne Aussichten“.

Bundesgartenschauen fanden in Brandenburg 1995 in Cottbus, 2001 in Potsdam und 2015 in der Havelregion von Brandenburg und Sachsen-Anhalt statt.

 

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