Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier zum 30 Todestag von Amadeu Antonio: „Verpflichtung, weiter gegen Rassismus und Gewalt zu kämpfen“

Vor dreißig Jahren, am 6. Dezember 1990, starb Amadeu Antonio an den Folgen eines rassistischen Überfalls in Eberswalde. Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, nimmt an der heutigen Gedenkveranstaltung und dem Schweigemarsch in Eberswalde teil und legt einen Kranz an der Gedenktafel nieder.

Dr. Doris Lemmermeier: „So viel ich über diese schreckliche Tat gelesen habe, so oft ich versucht habe, zu begreifen, wie so etwas sein kann, so wenig ist es mir gelungen. Es ist und bleibt unfassbar. Was tröstet, ist das, was daraus entstanden ist: die Amadeu Antonio Stiftung engagiert sich bundesweit gegen Rechtsextremismus und Gewalt und hält die Erinnerung an Amadeu Antonio wach. Ebenso wie der gleichnamige Preis der Stadt Eberswalde gemeinsam mit der Stiftung, das Bürgerbildungszentrum in Eberswalde, das seinen Namen trägt und die Arbeit des Vereins ‚Light me Amadeu‘. Der afrikanische Kulturverein Palanca, den ein Freund von Amadeu Antonio in Eberswalde gegründet hat, ist bis heute als Vermittler zwischen den Kulturen tätig. All diese Projekte und das Engagement machen Mut und sie sind notwendiger denn je. Das Gedenken an Amadeu Antonio ist uns allen eine Verpflichtung, weiter gegen Rassismus und Gewalt zu kämpfen und alles zu tun um zu verhindern, dass in Brandenburg noch einmal so etwas geschieht.“

Amadeu Antonio wurde am 24. November 1990 von einer Gruppe Rechtsextremisten brutal niedergeschlagen und starb am 6. Dezember 1990 an seinen Verletzungen, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

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