Landesintegrationsbeauftragte sprach mit afghanischen Ortskräften in Doberlug-Kirchhain

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, hat die afghanischen Ortskräfte besucht, die sich derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) aufhalten. Begleitet wurde sie von Zohre Esmaeli, die selbst als Kind aus Afghanistan nach Deutschland gekommen ist und mit ihrer Stiftung bundesweit Integrationsprojekte durchführt. Gemeinsam sprachen sie mit den Familien über ihre derzeitige Situation und Wünsche für ihre Zukunft in Deutschland und boten ihnen Unterstützung an.

Doris Lemmermeier: „Die Erlebnisse, Sorgen und Nöte der Afghaninnen und Afghanen haben mich sehr berührt. Für uns, die wir jeden Tag in Sicherheit und Wohlstand leben, ist es unvorstellbar, was die Menschen auf ihrem Weg nach Brandenburg durchgemacht haben. Wichtig ist mir, dass wir die, die jetzt hier bei uns sind, willkommen heißen und dass wir alles dafür tun, dass sie sich hier schnell zurechtfinden können.“

Noch ist unklar, wie viele der Menschen, die sich in Doberlug-Kirchhain aufhalten, um zur Ruhe zu kommen und eine erste Orientierung zu erhalten, in Brandenburg bleiben wollen. Die Integrationsbeauftragte warb für Brandenburg als neue Heimat.

Zohre Esmaeli: „Wir als Gesellschaft müssen uns jetzt um die Benachteiligten kümmern, nicht nur, weil wir es hier besser haben, sondern weil es um Menschlichkeit geht. Die aktuellen Bemühungen Deutschlands, meinen Landsleuten zu helfen, sind enorm. In Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen werden mein Team und ich die Integration der Neuangekommenen unterstützen.“

Um in den Kommunen in Brandenburg anzukommen und die Integration in die brandenburgische Gesellschaft auf den Weg zu bringen, sind Beratungs- und Unterstützungsstrukturen unerlässlich. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Patenschaftsnetzwerk afghanische Ortskräfte, das von Brandenburg aus arbeitet.

Doris Lemmermeier: „Die Arbeit des Patenschaftsnetzwerks afghanische Ortskräfte beeindruckt mich zutiefst. Gemeinsam mit dem Patenschaftsnetzwerk werde ich mich dafür einsetzen, dass die Menschen hier gut aufgenommen und betreut werden. Zu erwarten und auch wünschenswert ist, dass in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr Afghaninnen und Afghanen Schutz in Deutschland und Brandenburg finden.“

Mehr zum Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte e.V.: https://www.patenschaftsnetzwerk.de/

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