Landesseniorenbeauftragte von Brandenburg und Sachsen informieren sich über altersgerechte Kommunen

Die Bevölkerung Brandenburgs und Sachsens wird älter, in der Stadt genauso wie auf dem Land. Wie Kommunen diese Entwicklung aktiv gestalten, haben sich die beiden Landesseniorenbeauftragten Christiane Schifferdecker und Norman Asmus in Torgau (Landkreis Nordsachsen) angesehen. Dort wird genauso wie im märkischen Nachbarlandkreis Elbe-Elster am Ansatz einer „Altersgerechten Kommune“ gearbeitet. In beiden Landkreisen läuft das aus dem Leader-Programm geförderte Projekt „Wohnraumanpassung im Alter“ mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg.

Brandenburgs Landesseniorenbeauftragter Asmus: „Ich freue mich, dass die Region gemeinsam auf dem Weg ist, ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben im Alter durch zahlreiche Angebote zu ermöglichen. Das entspricht dem Anliegen vieler Älterer und ist auch gesamtgesellschaftlich vernünftig. Wieder einmal zeigt sich, dass die Kommunen selbst Motor dieser Entwicklung sind. Hier werden die Bedarfe der Älteren deutlich und hier werden Lösungen gefunden. Diese Entwicklung fachlich zu flankieren, beratend zu begleiten und finanziell zu unterstützen, ist Aufgabe der Landesebene. Es ist gut, dass wir das in Brandenburg über den ‚Pakt für Pflege‘ seit diesem Jahr stärker als bisher tun können.“

Sachsens Landesseniorenbeauftragte Schifferdecker„Gute Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu haben, ist der Wunsch, den mir Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter auf meiner Herbstreise durch die sächsischen Kommunen immer wieder mitteilen. Mit dem Besuch des ersten regionenübergreifenden Angebots nutzen mein Kollege Norman Asmus und ich die Gelegenheit, das Modellprojekt gemeinsam kennenzulernen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen der Akteurinnen und Akteure möchten wir als gutes Beispiel auch in den anderen Regionen unseres Bundeslandes bekannt machen.“

Über das aus dem Leader-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes seit 2019 geförderte Projekt zur Entwicklung eines Regelversorgungsangebotes zur altersfreundlichen Wohnraumanpassung soll der Wunsch der meisten älteren Menschen, so lang wie möglich im eigenen Haushalt oder mindestens im gewohnten Umfeld wohnen zu bleiben, verwirklicht werden. Die Anpassung des Wohnraums durch Hilfsmittel, Umorganisation oder bauliche Maßnahmen eröffnet den Betroffenen erhebliche Chancen für das selbstständige Wohnen und kann zudem häuslichen Unfällen und verfrühten Umzügen in ein Pflegeheim vorbeugen. Das Projekt bietet hierzu Beratung, Begleitung und Unterstützung durch haupt- und ehrenamtliche Kräfte.

Norman Asmus ist Brandenburgs Landesseniorenbeauftragter. Er trat dieses neu geschaffene Amt im letzten Jahr an und versteht sich als „Übersetzer“ der Interessen Älterer in Politik und Verwaltung. Brandenburgs Landesseniorenbeauftragter hat seinen Sitz im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV). Er arbeitet unabhängig und ist keinen Weisungen unterworfen.

Christiane Schifferdecker ist seit 2020 Landesseniorenbeauftragte Sachsens und im dortigen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt tätig. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem: die Wahrnehmung der Interessen von Senioren auf Landes- und Bundesebene, die Information der Öffentlichkeit über seniorenspezifische Fragen und Angelegenheiten, die Förderung der Zusammenarbeit der für die Belange von Senioren zuständigen Gremien und Institutionen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, die Prüfung der Auswirkungen von Regelungen auf die Lebenssituation von älteren Menschen, die Koordinierung generationenübergreifender Maßnahmen.

Beide Beauftragte haben verabredet, eng zusammenzuarbeiten und sich besonders zu länderübergreifenden Fragen der Seniorenpolitik regelmäßig auszutauschen.

Mehr zum Projekt: www.lag-elbe-elster.de/projekte/kooperation-wohnraumanpassung/

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