Landkreis Elbe-Elster punktet mit dem Rufbus Schliebener Land beim Mobilitätswettbewerb der Landesregierung

Mit der neuen Richtlinie zur Förderung von innovativen Mobilitätsangeboten im Land Brandenburg unterstützt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) kreative Konzepte und Projekte für den ÖPNV. Im dafür ausgeschriebenen Wettbewerb konnte sich nun unter anderem das Projekt Rufbus Schliebener Land durchsetzen, das den Bürgerinnen und Bürgern eine flexible Beförderung bietet. Dafür sind Fördermittel in Höhe von rund 190.000 Euro vorgesehen.

Guido Beermann: „Wir wollen die Verkehrswende in Brandenburg weiter vorantreiben. Dafür sind innovative Ideen für den ÖPNV gefragt, die die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger genau in den Blick nehmen. Für mehr Mobilität in den ländlichen Regionen brauchen wir zum Beispiel flexible und damit kundenfreundliche Lösungen. Deshalb fördern wir das On-Demand-Mobilitätsangebot für das Schliebener Land. Der Rufbus ermöglicht Fahrgästen, zur Wunschzeit und am Wunschort den ÖPNV zu nutzen. Das Vorhaben ist eine gute Blaupause, die auch weiteren Kommunen im ländlichen Raum dabei helfen wird, ihre Mobilitätskonzepte weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu gestalten.“

 

Der landkreisübergreifende Rufbus Schlieben – Lebusa – Dahme/Mark soll innerhalb der Bedienzeiten von Montag bis Freitag von 5:30 Uhr bis 21:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 8:30 Uhr bis 21:30 Uhr zur Verfügung stehen. Die Bestellung zu einer bestimmten Zeit an eine Wunschhaltestelle muss mindestens eine Stunde vor Fahrtbeginn erfolgen. Für die Beförderungsleistung fallen der VBB-Tarif zuzüglich eines Komfortzuschlags von 1 Euro an.

Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von innovativen Mobilitätsangeboten im Land Brandenburg unterstützt das MIL die Konzeption, den Betrieb sowie die Evaluation ausgewählter ÖPNV-Modellprojekte. Bis 2022 stehen hierfür insgesamt 2,2 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Um eine hohe Qualität sowie eine effiziente Umsetzung der geförderten Vorhaben zu gewährleisten, wurde die Förderwürdigkeit in einem Wettbewerbsverfahren auf der Grundlage von Förderanträgen durch das Landesamt für Bauen und Verkehr und durch den VBB formell und inhaltlich beurteilt. Im Rahmen des ersten Calls erhielten drei Landkreise für ihre innovativen Projektanträge eine Förderung. Den ersten Platz belegt das Projekt „Mobilstationen“ im Landkreis Potsdam Mittelmark. Der Landkreis Uckermark ist mit den drei Teilprojekten eShuttle Uckersee (Platz 2), Mobilitätskonzept „Wir steigen UM“ (Platz 3) und „WelterbeBus“ im Landkreis Uckermark (Platz 5) vertreten. Das Projekt Rufbus Schlieben im Landkreis Elbe-Elster konnte sich Platz 4 sichern. Die Veröffentlichung des zweiten Förderaufrufs soll im Dezember 2020 erfolgen. Dann können die Kommunen weitere Modellprojekte für die Förderung anmelden.

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