Werbeanzeigen

Landkreis koordiniert Hilfen auf allen Ebenen

Weiteres Schutzmaterial eingetroffen / Notfallbetreuung erweitert / Aufruf für
Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen / 106 Menschen mit SARS CoV2-Virus
infiziert

Weitere Materiallieferungen sind am späten Montagnachmittag beim Landkreis Oberhavel
eingetroffen. Insbesondere konnten Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken in Empfang
genommen werden. Die Materialien hat der Landkreis inzwischen an die Kliniken, den
Rettungsdienst und die Feuerwehren verteilt.
„Ganz herzlich danken möchten wir außerdem der Oranienburger Firma Takeda, die dem
Landkreis 1.200 Schutzkittel zur Verfügung gestellt hat. Die Schutzkittel haben wir bereits
weiterverteilt. Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie Hilfsangebote in unserer Region schnell und
unbürokratisch dorthin gelangen, wo sie momentan am dringendsten gebraucht werden“,
bedankt sich Landrat Ludger Weskamp für die Hilfe.
Weitere Unterstützung gibt es für Eltern in den systemrelevanten Berufen. Für sie gilt seit
Montag die Ein-Elternteil-Regelung. Das bedeutet, dass eine Notfallbetreuung in Kitas und
Horten auch dann möglich ist, wenn nur ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur tätig ist.
Fast 60 Anträge auf Notfallbetreuung für Kinder hat der Landkreis am Montag positiv
beschieden. Insgesamt nutzen damit fast 1.800 Kinder die Notfallbetreuung, davon knapp
1.400 in Kitas und 340 in Schulen. „Das sind etwa elf Prozent der Kinder, die sonst in
Oberhavel in Kitas und Schulen betreut werden“, sagt Sozialdezernent Matthias Kahl. „Damit
ist das Ziel, die Gruppen in den Betreuungseinrichtungen zu verkleinern, in Oberhavel erreicht
worden. Dafür bedanken wir uns bei allen Eltern, die alternative Betreuungsmöglichkeiten
organisiert haben. Wir wissen, dass das nicht immer einfach ist, dennoch ist es ein sehr
wichtiger Beitrag, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Die
prozentuale Quote sollte allerdings nicht weiter anwachsen.“
Geprüft wird im Landkreis Oberhavel außerdem, wie ehrenamtliche Initiativen und
Einrichtungen unterstützt werden können, die von keinem Landes- oder Bundesprogramm
profitieren. „Wir denken dabei an die Tafel genauso wie an Tierheime oder Einrichtungen des Tierschutzes. Sie alle arbeiten gemeinnützig und verdienen unsere Unterstützung. Wir werden
daher gemeinsam mit Kreistagsabgeordneten überlegen, welche Hilfe wir als Landkreis zur
Verfügung stellen können und dürfen“, blickt Ludger Weskamp auf die Aufgaben in den
kommenden Tagen voraus.
Der Landrat ruft zugleich alle Oberhavelerinnen und Oberhaveler auf: „Bitte helfen Sie mit,
dass die wichtigen Hilfsangebote in unserer Region weiter Bestand haben können und
ehrenamtliche Strukturen in unserem Landkreis erhalten bleiben. Denn diese Hilfen sind eine
wichtige Stütze unserer Gesellschaft. Denken Sie an Ihre Nächsten, die Gutes tun, und
unterstützen Sie sie bitte auch weiterhin mit Ihren Spenden.“
Fallzahlen im Landkreis Oberhavel
Im Landkreis Oberhavel sind 106 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden
(Stand: 31.03.2020, 12.00 Uhr). Davon befinden sich 83 Personen in häuslicher Quarantäne,
neun müssen stationär behandelt werden. Eine Person ist verstorben. 13 Personen sind
geheilt.
781 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie
begründete Verdachtsfälle sind. 547 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus
getestet, bei 234 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 390
Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen
direkten Kontakt hatten.
Die COVID-19-Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im gesamten Landkreis:
Hennigsdorf (19), Hohen Neuendorf (18), Oranienburg (18), Velten (12), Oberkrämer (10),
Glienicke/Nordbahn (10), Mühlenbecker Land (5), Birkenwerder (4), Löwenberger Land (3),
Leegebruch (4) sowie Liebenwalde, Zehdenick und Amt Gransee (jeweils 1 Fall). In
Fürstenberg/Havel und Kremmen gibt es keine gemeldeten COVID-19-Fälle.

Werbeanzeigen
Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: