Landkreis Prignitz zieht Zaun zum ASP-Kerngebiet in der Jännersdorfer Heide – Landrat Uhe dankt Unterstützern für schnelles Agieren

Am Freitagmorgen hat der Landkreis Prignitz damit begonnen, einen Elektrozaun in der Jännersdorfer Heide zu ziehen. Gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim soll das Kerngebiet eingezäunt werden, in dem ein weiteres Wildschwein mit dem ASP-Virus festgestellt worden war. Der Fund liegt auf Mecklenburger Seite. Der Landkreis Prignitz hat daraufhin am Donnerstag eine Allgemeinverfügung erlassen, in dem die Restriktionsgebiete mit den entsprechenden Auflagen abgegrenzt worden sind.

Landrat Torsten Uhe machte sich gegen Mittag ein Bild von den angelaufenen Arbeiten. Holger Konrad und Jörg Bludßus vom Immobilienverwaltungs- und Servicebetrieb Prignitz (ISP) des Landkreises berichteten, dass etwa 11 Kilometer Zaun anzulegen sind. Das Material dafür wurde aus Landesbeständen aus dem Landkreis Oder-Spree am Tag zuvor beschafft. Weil das Terrain früher zum Truppenübungsplatz gehörte, sind Spezialisten der GFLK Kampfmittelbergung aus Schorfheide zugegen, die zuvor auf 1,50 Meter Breite den Boden auf Munitionsreste und Blindgänger untersuchen. Die Mitarbeiter des ISP sowie des Brand- und Katastrophenschutzes werden aktiv unterstützt vom Wasser- und Bodenverband Prignitz. „Unkomplizierte Hilfe erhielten wir zudem vom Amt Meyenburg, dem hiesigen Sportverein und dem Ortsvorsteher“, sagt Holger Konrad. Dabei erwähnt er unbedingt auch die Försterin Nicole Schröder, die ihre Wald- und Heidegebiete wie keine zweite kennt.

Parallel läuft in diesem unwegsamen Terrain auch die Fallwildsuche mit einer Drohne des THW. Ulla Jaekl leitet den Trupp und berichtet Landrat Uhe, dass ihr Team seit Donnerstag vor Ort im Einsatz ist.

Insgesamt waren am Freitag etwa 25 Leute beim Zaunbau involviert, der am Samstag zu Ende geführt wird.

Eine gut organisierte und schnelle Arbeit wird hier geleistet“, nimmt Uhe von seiner Stippvisite mit. „Ich danke alle Kräften, vor allen den ehrenamtlich Agierenden, für Ihren Einsatz, die auch das Adventswochenende tun, was zu tun ist.“

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