Landkreis Uckermark bewirbt sich als Modellregion

Mit uckermärkischer Geduld, Vernunft und Solidarität durch die Pandemie – Landkreis bewirbt sich als Modellregion

Seit mehr als einem Jahr greift das Corona-Virus weltweit in unser aller Leben ein. Massive Einschränkungen in so ziemlich allen Bereichen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens, Verzicht bei so vielem, was uns vertraut und lieb ist…

In wenigen Tagen feiern wir zum zweiten Mal ein Osterfest, das so ganz anders ist als wir es kennen und mögen.

Immer noch gibt es mehr Fragen als Antworten. Aber im Unterschied zum vergangenen Jahr haben wir mittlerweile Impfstoffe, die schützen und Testmöglichkeiten, die helfen, eine weitere Ausbreitung des Virus einzugrenzen.

Ich bin sehr stolz auf die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis, die in den zurückliegenden 13 Monaten alles mitgetragen haben. Mit der uns eigenen uckermärkischen Geduld, Vernunft und Solidarität haben sie dazu beigetragen, dass unsere Region bisher verhältnismäßig mild durch die Pandemie gekommen ist. Auch wenn natürlich die bis heute 142 Frauen und Männer, die mit oder an Corona verstorben sind, schmerzlich und deutlich zeigen, wie gefährlich dieses Virus ist.

Da ist es gut zu wissen, dass mittlerweile alle Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Altenpflege, die es wünschten, geimpft sind.

Uns Uckermärkern wird zu Recht auch Hartnäckigkeit nachgesagt. Die kann man gut gebrauchen, wenn es darum geht, eigene Wege zu beschreiten. So ist es gelungen, mehr Impfstoff zu aquirieren und in die Fläche des Landes zu den Menschen zu bringen. Wir haben aus eigener Kraft und mit zuverlässigen und kompetenten Partnern begonnen, Testzentren ans Netz zu bringen. Auch hier haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns, um noch viele weitere Anbieter zu finden.

Und jetzt wollen wir die Möglichkeit nutzen, als gesamter Landkreis Modellregion in Brandenburg zu werden. Sollten wir den Zuschlag erhalten, könnten in der Uckermark in absehbarer Zeit einige Corona-Beschränkungen aufgehoben werden. Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit strikte Testkonzepte ein normaleres Leben ermöglichen: Kultur, Sport, Gastronomie zum Beispiel.

Diese Öffnungen basieren auf zwei Säulen:

  1. Die Nutzung einer digitalen App (Luca App) zur Nachverfolgung – die Voraussetzungen haben wir geschaffen und in Kürze, nach Freigabe durch das Land Brandenburg, wird sie einsatzbereit sein.
  2. Corona-Schnelltests, denn nur mit einem negativen Ergebnis können die Angebote genutzt werden.

Ich habe gestern die Amtsdirektoren und Bürgermeister darüber informiert, dass wir uns bewerben wollen und sie um Unterstützung gebeten. Denn eins ist klar: Wenn, dann schaffen wir das nur gemeinsam.

Unsere Ausgangslage ist sehr gut. Landesweit haben wir aktuell die niedrigsten Inzidenzzahlen. Stärkeres Testen wird sicher Einfluss auf die Zahlen haben. Deshalb ist es wichtig, die Rahmenbedingungen mit dem Land Brandenburg zu klären.

Aber ohne das Mittun und die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger können wir nicht erfolgreich sein.

Deshalb bitte ich alle Uckermärkerinnen und Uckermärker, weiterhin die Regeln zu beachten – auch angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage.

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