Landkreis und kreisangehörige Kommunen unterzeichnen gemeinsame Entschließung zum Wirtschaftsstandort Uckermark

Nachdem der Kreistag am 23. Juni in einer eigens anberaumten Sondersitzung mit breiter Mehrheit eine Entschließung zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Schwedt/Oder beschlossen haben, unterzeichneten heute Vormittag die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren aus der Uckermark diesen Text gemeinsam in Prenzlau.

Landrätin Karina Dörk und Schwedts Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe bedankten sich für dieses einstimmige Votum der gesamten kommunalen Familie.

Der zum Jahresende von der Bundesregierung geplante freiwillige Verzicht auf Öllieferungen aus Russland wird sich massiv auf den Raffineriestandort und in der Folge auf den Wirtschaftsstandort Schwedt/Oder, auf die Uckermark insgesamt auswirken.

Der Zeitraum zwischen politischer Entscheidung und Umsetzung des Lieferstopps von russischem Rohöl führt unter Berücksichtigung der hohen Arbeitsplatzdichte an einem Standort zu einem drastischen Einschnitt in den Existenzgrundlagen der Menschen in der Uckermark. Dies hat unweigerlich massive Verwerfungen und Brüche in den Lebensplänen der Menschen, die den Transformationsprozess gestalten sollen und wollen, zur Folge.

Dieser Transformationsprozess braucht Ideen, Vorstellungen, das Engagement von Menschen und Unternehmen, vor allem aber braucht er Zeit. Diese zu schaffen, die Menschen zum Bleiben und Mittun zu bewegen und sie zu überzeugen, dass dieser Standort eine Zukunft für alle hat, ist Anliegen dieser gemeinsamen Entschließung.

Die Entschließung wird dem Bundeskanzler, dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesminister der Finanzen übermittelt.

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